Die Behauptung
Vor der Gründung des Weltklimarats (IPCC) im Jahr 1988 habe es keine Erderwärmung gegeben.
Falsch
Diese Aussage ist falsch. Temperaturdaten belegen bereits seit den 1920er Jahren eine globale Erwärmung – lange vor der Existenz des IPCC. Der Weltklimarat ist lediglich ein wissenschaftliches Gremium zur Bewertung bestehender Forschungsdaten, nicht Verursacher oder Startpunkt des Klimawandels.
Kurze Faktenübersicht:
- Globale Temperaturanstiege sind dokumentiert: Wissenschaftliche Daten zeigen einen Temperaturanstieg seit den 1920er Jahren.
- Regionale Unterschiede sind normal: Daten aus Europa zeigen ebenfalls eine Erwärmung, die mit globalen Trends korreliert.
- IPCC als Bewertungsorgan: Der 1988 gegründete Weltklimarat führt keine eigenen Forschungen durch, sondern fasst bestehende Erkenntnisse zusammen.
Auf Facebook wird eine Grafik verbreitet, die implizieren soll, dass der Klimawandel erst mit der Gründung des Weltklimarats begonnen habe und die vorherigen Temperaturschwankungen ein „normales“ Klima darstellen.
Die Abbildung zeigt eine kontinuierliche Erwärmung der globalen Temperatur seit 1988, während die Zeit davor als ein Schwanken ohne klaren Trend dargestellt wird. Dazu wird geschrieben: „Immer diese Zufälle“.
Erderwärmung als „Erfindung“ des Weltklimarats: Die Fakten
Wissenschaftliche Belege für den menschlichen Einfluss
Zahlreiche Studien belegen, dass der aktuelle Klimawandel hauptsächlich durch menschliche Aktivitäten verursacht wird. In Deutschland und weltweit steigen die Durchschnittstemperaturen – und dies ist kein neues Phänomen, sondern seit fast einem Jahrhundert dokumentiert.
Regionale Klima- und Wetterphänomene
Auf Sharepics oder in Desinformationskampagnen werden häufig regionale Temperaturdaten herausgegriffen, die nicht unbedingt repräsentativ für globale Trends sind. Europa, als kleiner Kontinent mit eigenen Klima- und Wetterphänomenen, zeigt jedoch ebenfalls einen klaren Erwärmungstrend. Dies ist durch Messungen belegt und entspricht den globalen Entwicklungen.
Temperaturanstieg begann lange Gründung des IPCC
Das Copernicus-Programm der EU sowie internationale Daten von Organisationen wie der NASA zeigen, dass die globale Durchschnittstemperatur bereits seit den 1920er Jahren kontinuierlich ansteigt. In Europa lässt sich ein signifikanter Anstieg der Temperaturen seit Ende der 1920er Jahre beobachten. Der IPCC hat keinen Einfluss auf diese Entwicklungen, sondern dokumentiert sie lediglich.
Die Rolle des IPCC
Der Weltklimarat, gegründet 1988, ist ein wissenschaftliches Gremium der UN. Seine Hauptaufgabe besteht darin, die aktuelle Forschung zu Ursachen, Auswirkungen und Lösungsmöglichkeiten des Klimawandels zu bewerten. Es führt keine eigenen Forschungen durch und besitzt keine Handlungsmacht. Vielmehr dient der IPCC als Grundlage für internationale Klimapolitik, etwa im Rahmen des Pariser Klimaabkommens.
Fazit
Der Klimawandel ist kein Produkt des IPCC. Bereits Jahrzehnte vor seiner Gründung dokumentierten internationale Forschungsinstitutionen einen kontinuierlichen Temperaturanstieg. Desinformationskampagnen, die das Gegenteil behaupten, entbehren jeglicher wissenschaftlichen Grundlage.
Quelle: DPA
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