Die Polizei in Österreich hat heute eine Warnung auf Ihrer Facebook-Seite veröffentlicht, die wir präventiv an dieser Stelle weitergeben dürfen!
In der Warnung auf Facebook heißt es: „ACHTUNG BETRUGSFÄLLE VIA FACEBOOK-MESSENGER! ‼️ Unbekannte Täter fordern User auf, die eigene Telefonnummer bekannt zu geben und anschließend einen Code weiterzuleiten. Dadurch entstehen jedoch Kosten, die teilweise sofort mittels Handyrechnung anfallen. Achtung die Aufforderung kann aufgrund gehackter Profile auch von „Freunden“ und eigenen Kontakten kommen. Tipp: Nicht reagieren, sofort Passwort ändern!“ (Quelle: Polizei Tirol / Facebook)
Vor was warnt die Polizei hier genau?
Die Polizei warnt hier vor kopierten Facebook-Profilen bzw. Profilen zu denen sich Betrüger, durch einen gelungenen Phishingversuch, Zutritt verschaffen haben.
So funktioniert der Betrug!
Es wird von einem Betrüger eine neue Facebook-Identität mit einem gleichlautendem Namen und dem bislang verwendeten Profilbild + Titelbild erstellt. Zu diesem Thema haben wir u.a. hier schon einmal berichtet.
Danach besucht der Internetbetrüger das Original-Profil und durchforstet die gesamte Freundesliste des Opfers, die dann wiederum erneut eine Freundschaftsanfrage erhalten. Ein Großteil der Nutzer nimmt diese Anfragen auch an, denn man “kennt” sich ja.
Bestätigt man diese, eröffnet einem der neue Freund, mittels einer Nachricht, sofort die Bitte nach der eigenen Mobilfunkrufnummer und den Zahlencodes, welche unmittelbar darauf empfangen werden. Dabei ist absolute Vorsicht geboten. Diese kleinen und unscheinbaren Zahlencodes sind bares Geld wert!
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Mit der Weitergabe der Zahlencodes wird es den Betrügern möglich, diese bei Zahlungsdienstleistern einzulösen und dadurch die Handyrechnung des Opfers zu belasten. Die alleinige Weitergabe der Handyrufnummer führt jedoch nicht zu einer Belastung der eigenen Mobilfunkrechnung.
Generell ist es wichtig, auch vermeintlichen Freunden – sei es über Messenger oder über soziale Netzwerke – niemals per SMS zugesendete Bezahl- oder Bestätigungscodes weiterzugeben.
Eine weitere Möglichkeit ist, dass Betrüger mittels eines Phishingversuchs bestehende Facebook-Konten knacken. Sprich: Der Betroffene ist zuvor in eine Phishingfalle getappt, bei der er seine Zugangsdaten erneut eingegeben – und in Folge das Konto an die Betrüger verloren hat. Diese Phishingversuche sehen immer wieder anders aus. Ein Beispiel haben wir hier beschrieben.
Wie sieht der Facebook-Betrug dann aus?
Ein Facebook-Nutzer ließ uns mehrere Screenshots der Nachrichten von Betrügern zukommen. Auffällig: Er wurde gleich von mehreren Leuten kontaktiert, die seine Handynummer haben wollten.

Der PIN wird dann dafür verwendet, um beispielsweise Steam-Guthaben auf der Seite holyo.com zu erwerben, und der ahnungslose Nutzer zahlt dann dafür!
Was kann ich dagegen tun?
Zuallererst fragt man den Freund bzw. die Freundin, von der man diese vermeintliche erneute Anfrage bekommen hat, ob dieser / diese tatsächlich eine neue Anfrage geschickt hat. Das passiert natürlich am besten von Angesicht zu Angesicht.
Man kann sich auch merken, dass eine erneute Freundschaftsanfrage dann logisch ist, wenn besagter Freund aus der Freundesliste zuvor verschwunden ist – trotzdem sollte man auch in diesem Fall nachfragen.
Eine Anzeige beim jeweiligen Landeskriminalamt legen wir nahe. Angesichts der steigenden Zahlen von Internet-Kriminalität wurden hier Spezialeinheiten aufgebaut. Das sogenannte Cyber Crime Competence Centrum arbeitet technisch hoch professionell und vernetzt.
Die Facebook-Betrugsmasche mit gefälschten Profilen ist den Beamten hinlänglich bekannt. Einigen organisierten Banden konnte so auch schon das Handwerk gelegt werden – auch im Bereich der Facebook-Profil-Kopien.
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Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)

