Sie locken via Facebook auf eindeutige Portale und wollen an dein Geld. Die Rede ist von „sexy“ Freundschaftsanfragen, die über die Weihnachtszeit laufend Anfragen an viele Nutzer gestellt hatten!
Eigentlich sind derartige Profile ja nicht erlaub. Eigentlich. Auch wenn Facebook schon weitaus schneller reagiert und solche Profile zumeist recht schnell wieder löscht, gibt es immer wieder Wellen, in denen die Plattform regelrecht überschwemmt wird mit attraktiven Damen, die Freundschaftsanfragen verschicken.
Wer diese Anfragen dann annimmt, landet im Endeffekt auf sehr dubiosen Webseiten und die angeblichen Damen schreiben recht eindeutig, was sie möchten.
Je nach Wohnort, Browser und Sicherheitssoftware bekommt man entweder eine Warnung oder wird auf verschiedene Webseiten weitergeleitet.
Nun, es ist sicher nichts Verwerfliches daran, ein Ferkelvideo einer dieser attraktiven Frauen schauen zu wollen – aber gib dir einen Moment Zeit, bevor du dich auf einer dieser Seiten wirklich anmeldest. Denkst du wirklich, du würdest das Video sehen, sobald du dich dort angemeldet hast?
Anmeldung kostenlos, alles andere nicht!
Denn eines haben all diese Portale gemeinsam: Es finden sich eine Menge Fake-Profile dort (oftmals von Mitarbeitern angelegt, oft steht das in den AGB sogar drin), die einen animieren, sich schnell einen kostenpflichtigen Account zuzulegen, damit man sehen könne, wer da einem gerade geschrieben hat.
Selbst wenn du beschlossen hast, das Portal nicht weiter zu nutzen, ist nun deine Email-Adresse dort bekannt, und das wird auch genutzt – mit anderen Worten: Deine Daten werden fröhlich herumgereicht.
Nutzer, die sich dort anmelden, bekommen erst einmal einen riesigen Fragenkatalog über die sexuellen Präferenzen und andere Daten vorgelegt, und Nutzer, die diese Fragen-Odyssee hinter sich gebracht haben und freiwillig Geld zahlen, kann man noch viel mehr schröpfen!
Deswegen darfst du dich dann zumindest über sehr viel Spam-Mails freuen! Diese kannst du zwar nach und nach blocken, jedoch lauert dann noch eine andere Falle im Dunkeln: Das „Probeabo„.
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Diese Freundschaftsanfragen können teuer enden!
Viele dieser Seiten bieten „Probeabos“ an, die nur 1 Euro kosten. Dies kann aber ganz schnell sehr teuer werden!
Beispielsweise berichtet die Seite der Rechtsanwaltskanzlei Dr. Hoffmann, dass auch Nutzer der Seiten, die niemals ein Premium Abo abgeschlossen haben oder den Abo-Vorgang vorher abbrachen, Mahnschreiben der Inkasso-Firma Fairmount GmbH.
Solche Schreiben sind unbedingt ernst zu nehmen und sollten nicht ignoriert werden, weswegen dann oftmals ein Gang zum Anwalt nötig ist. Auch die Anwaltskanzlei Schuster hat sich auf Anschreiben mit solcherlei Zahlungsaufforderungen spezialisiert.
Fazit
Hinter der so harmlos wirkenden Freundschaftsanfrage verbirgt sich im Endeffekt ein knallhartes Geschäftsmodell. Überwiegend männliche Nutzer werden hier mit verborgenen Links auf Sexportale gelockt, die mit rechtlich zweifelhaften Methoden einem das Geld aus der Tasche ziehen wollen.
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