Die Einführung kostenpflichtiger Gruppen – Was ist dran?
In den letzten Tagen hat man vermehrt gelesen, dass alle Gruppen auf Facebook nun kostenpflichtig werden sollen, oder es aber sehr viele annehmen und denken, dass das so ist. Aber ist das wirklich so?
Die Frage kann man ganz klar beantworten:
JA, Facebook führt kostenpflichte Gruppen ein.
ABER: Nur dann wenn ein Admin auch zusätzlich eine kostenpflichtige Untergruppe erstellt!
NEIN, nicht alle Gruppen werden kostenpflichtig!
Diese Regelung gilt übrigens aktuell nur für bestimmte Gruppen und auch nur auf amerikanischem Boden. Facebook selbst testet diese Funktion und das ist demnach erstmal ein Pilotprojekt. Es soll herausgefunden werden, ob die User diese Version / diese Funktion überhaupt annehmen oder nicht.
Nun aber im Detail:
Der Admin einer Gruppe kann zusätzlich zu seiner bestehenden Gruppe eine Untergruppe erstellen, die dann für die Mitglieder kostenpflichtig ist. Jeder, der dieser Gruppe betreten möchte, muss monatlich einen Betrag zwischen 5 und 30 US-Dollar bezahlen. In welcher Höhe ein Beitrag verlangt wird, entscheidet hier der Gruppenadministrator. Dafür sollen aber die Mitglieder exklusive Zusatzleistungen von der Untergruppe gestellt bekommen, die weit über die üblichen Funktionen und Dienstleistungen hinaus gehen sollen, im Vergleich zu den normalen Gruppen.
Diese könnten beispielsweise so aussehen, wie von der Elterngruppe „Grown and Flown Parents“ und der Untergruppe „College Admissions and Affordability“. Hier wird laut Aussage von Heise.de für 30 US-Dollar im Monat den Eltern geholfen, ihre Kinder aufs College vorzubereiten. Es gibt aber noch andere Beispiele von kostenpflichtigen Untergruppen, die man sich beim Beitrag von heise.de gerne selbst erlesen kann.
Übrigens: Das Geld geht in der Pilotphase 1:1 an den Gruppenadministrator. Die Zahlung wird über Apple´s IOS oder Google´s Android durchgeführt. Ob Facebook oder aber auch die Bezahldienstleister Google / Apple danach mitkassieren werden, ist bisher noch unbekannt. Es ist bei Facebook und bei einen Erfolg dieses Projekts aber nicht auszuschließen, dass sie einen kleinen Betrag mitkassieren werden.
Fazit:
Aktuell gibt es keinen Anlass, panisch zu reagieren und schnell aus allen Gruppen auszutreten und das nur aus Angst, dass diese kostenpflichtig werden könnten. Es handelt sich vorerst um ein Pilotprojekt von Facebook und findet aktuell nur in den USA statt. Ob sich dieses Projekt durchsetzen wird und auch die EU erreicht, bleibt abzuwarten.
Es ist aber durchaus denkbar, dass bei einem Erfolg dieses Projektes gewisse Dienste / Zusatzleistungen einer Gruppe kostenpflichtig werden, wenn ein Admin das möchte. Somit wird dann ein monatlicher Betrag verlangt. Aber bei dem administrativen Aufwand von einigen Gruppen und der Arbeit, die die meisten dafür investieren, ist das kein Wunder, oder?
Autor: Sven Obrusnik
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