Wenn Mütter ihr Geburtsdatum auf Facebook posten!

Achte darauf, persönliche Daten nicht leichtfertig zu teilen. Mimikama informiert über die Gefahren von Facebook-Posts, die Datenhändler anlocken

💬Wie erkennt man Facebook-Betrug im Alltag? Antworten finden Sie im Leitfaden Facebook-Betrug.

“Wir sind auf der Suche nach Mütter, die im [Monat XY] geboren wurden.”

So lautet einen Statusbeitrag auf Facebook und sehr viele Nutzerinnen melden sich dazu auch und veröffentlichen sogar ihr Geburtsdatum. Ein gefundenes Fressen für Datenhändler. Es handelt sich um diese und ähnliche Statusbeiträge auf Facebook:

Mimikama braucht Verstärkung – hilf uns, eine weitere Person ins Team zu holen

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Mit dieser Methode / mit diesem Statusbeitrag soll eine potentielle Zielgruppe angelockt werden!

Es handelt sich dabei um ein Scheinargument, welches eine potentielle Zielgruppe anlocken soll, die sich aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer Gruppe (Mutter mit Geburtsmonat September) mit höheren Gewinnchancen ausgestattet sieht und somit eher dazu geneigt ist, an dem angeknüpften Gewinnspiel teilzunehmen. Der Aufbau einer gefühlten „Gewinnelite”, in der man sich befindet.

Das ist aber nicht so und wir müssen enttäuschen:

Wer regelkonform dieses Bild anklickt (und als in Deutschland befindlicher Teilnehmer identifiziert wird), wird auf eine Webseite geleitet, die eine inhaltlich irrelevante Umfrage anbietet. Hier wird übrigens schon gar nicht mehr davon gesprochen, dass man Mütter mit Geburtstag im September sucht. Der Grund ist recht einfach: Weil sowohl diese Fragerunde, als auch das Mütter-Geburtstags-Argument keinerlei Rolle spielen.

Technisch gesehen bildet dieses Quiz lediglich eine Brücke zu einem echten Gewinnspiel, welches ein Affiliate Gewinnspiel ist. Übrigens: EDEKA hat mit dem gesamten Ablauf hier rein gar nichts zu tun!

Die Nutzer werden am Ende auf ein Gewinnspiel umgeleitet, wo man natürlich wieder einmal sein Daten eingeben muss:

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Nimmt man an diesem Gewinnspiel teil, bekommt derjenige eine Provision, der den Link in seiner Webseite ZU diesem Gewinnspiel eingebaut hat. Das ist auch der Grund, warum derartige Fake-Gewinnspiele konstruiert werden: Es geht darum, Werbung anzuzeigen bzw. Werbelinks glaubhaft und wirksam einzubauen. Dem Verfasser des Fake-Gewinnspiels ist es somit schlichtweg egal, ob der eigene Inhalt korrekt ist.

Zum abschließend verlinkten Affiliate sollte man lediglich wissen, dass es hier um DATEN geht.

Sprich, die Teilnehmerdaten werden in eine Datenbank gespeist und der jeweilige Teilnehmer dürfte in Folge WERBEMAILS, WERBEANRUFE uvm. bekommen. In den meisten Fällen werden solche Nutzerdaten auch weiter verkauft. So ein Datensatz kann dann dem Verkäufer schon ein paar Euro einbringen. Das am Ende eingebaute Affiliate Gewinnspiel ist übrigens wiederum nicht illegal. Jedoch hat es mit dem vorangegangenen Köder nichts zu tun.

Weitere uns bekannte Varianten dieser dubiosen Statusbeiträge:

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