Bis auf weiteres gibt es keine Weitergabe der Nutzerdaten von WhatsApp an den Mutterkonzern Facebook.
Facebook sucht jetzt den Dialog, um den Bedenken der Datenschützer entgegen zu kommen.
Das weltgrößte Online-Netzwerk erklärte am Mittwoch, man habe, nach der Kritik von den europäischen Datenschützern, die Weitergabe von Nutzerdaten von europäischen WhatsApp – Usern an den Mutterkonzern vorläufig gestoppt, damit die Behörden ihre Bedenken vorzutragen und selber die Zeit zu haben, diese abzuwägen.
Eine Frage der Zuständigkeit
Der Hamburger Datenschützer Johannes Caspar hatte in Deutschland die Datenweitergabe unterbunden, dagegen hat Facebook Widerspruch eingelegt. Nach Auffassung von Facebook ist nicht Caspar zuständig, sondern seine irischen Kollegen von der irischen Datenschutzbehörde am Sitz des europäischen Hauptquartiers, aber auch diese prüfen im Moment die Datenweitergabe.
Die britische Datenschutzbeauftragte Elizabeth Denham ist ebenso wie ihre Kollegen der europäischen Artikel-29-Datenschutzgruppe der Meinung, dass die User des Messengers mehr oder weniger beiläufig über die geänderten Geschäfts- und Datenschutzbedingungen für den Austausch personenbezogener Informationen mit Facebook aufgeklärt worden seien.
Es werde nicht nur die Datenweitergabe an sich, sondern auch die Bestandskraft der erforderlichen Einwilligung der Anwender in Zweifel gezogen.
Milliarde Nutzer
Ende August hatte WhatsApp seinen rund einer Milliarde Nutzern mitgeteilt, dass zukünftig die Telefonnummer des Nutzers an Facebook weitergegeben werde. Zudem sollten dem Konzern Informationen darüber zugänglich gemacht werden, wie oft der Dienst genutzt wird, dadurch sollte die Werbung und die Freunde-Vorschläge in Facebook-Diensten verbessert werden, so hieß es.
Die User konnten zumindest der Verwendung IHRER Daten für die Personalisierung von Werbung widersprechen, die Telefonnummer werde aber auf jeden Fall mit Facebook geteilt, wenn man die App weiter nutzen wolle.
-mit Informationen von Heise und der dpa–
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