Fahrscheinkontrolle eskaliert

Erfahre mehr über die Kontroversen rund um eine eskalierte Fahrscheinkontrolle in der Münchner S-Bahn. Mimikama analysiert Hintergründe und Reaktionen

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Ein Schwarzfahrer im Schwitzkasten! Ein Video auf Facebook macht die Runde.

Natalija Miletic ist Journalistin und wurde in einer Münchner S-Bahn zufällig Zeugin eines Vorfalles, welchen Sie filmte und auf Facebook veröffentlichte. In dem Video erkennt man zwei Mitarbeiter der DB, welchen einen Schwarzfahrer in den Schwitzkasten nehmen. Der Mann klammerte sich bei einer Glasabtrennung fest. Einer der beiden Mitarbeiter löst die Hand des Mannes und die beiden Mitarbeiter zerren den jungen Mann auf den Bahnsteig. Dort werfen sie den Mann auf den Boden und drücken am Ende sein Gesicht direkt auch die Pflastersteine.

Die Journalistin sowie weitere Zugreisenden fordern die Sicherheitsbeamten auf, den Mann loszulassen.

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Auf der Facebook-Seite der Deutschen Bahn beschweren sich immer mehr Nutzer über das Verhalten der Sicherheitsleute. Die Deutsche-Bahn gibt hier jedoch keine offizielle Stellungnahme ab, sondern kommentiert Anfragen immer mit folgenden Worten:

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Wir bedauern, dass sich diese unschönen Szenen zugetragen haben. In einem ersten Protokoll haben die DB Sicherheitsmitarbeiter angegeben, dass der Fahrgast bei einer Fahrkartenkontrolle keinen Fahrschein vorweisen konnte und sich einer Personalienfeststellung verweigert habe. Der Fahrgast sei aggressiv geworden, daraufhin hätten sie körperlichen Zwang anwenden müssen. Die DB hat veranlasst, dass die Bundespolizei die Ermittlungen übernimmt, um die Sache aufzuklären. Die beiden Mitarbeiter werden vorerst nicht im Streifendienst bei der Deutschen Bahn eingesetzt. /tr

Auch die Polizei hat sich nun zu diesem Vorfall zu Wort gemeldet.

Die Münchner Bundespolizei ermittelt zu einem Vorfall am Dienstagmittag (27. Juni) anlässlich einer Fahrscheinkontrolle in der S-Bahn. Mitarbeiter der Deutschen Bahn Sicherheit sollen einen mutmaßlich ohne Fahrschein reisenden Mann, unter Einsatz körperlicher Gewalt aus der Bahn gebracht haben.

Die Bundespolizei sucht nach Zeugen, die Angaben zum Sachverhalt machen können. Nach bisherigem Kenntnisstand kontrollierten Mitarbeiter der Deutschen Bahn Sicherheit einen 48-jährigen Nigerianer am Dienstagmittag gegen 11:05 Uhr in der S8 Richtung Hauptbahnhof.

Bei dieser Kontrolle auf Höhe Johanneskirchen konnte er wohl keinen Fahrschein vorweisen. Anschließend brachten die Sicherheitsdienstmitarbeiter den Mann unter Anwendung körperlichen Zwanges am Haltepunkt Leuchtenbergring aus der S-Bahn.

Die Bundespolizei München ermittelt sowohl gegen den Nigerianer, aufgrund des Verdachts von Erschleichen von Leistungen, als auch gegen die Kontrolleure wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und bittet um Zeugenhinweise:

Wer war gestern Mittag gegen 11:05 Uhr in der S8 auf Höhe Johanneskirchen – Leuchtenbergring unterwegs und kann Angaben zum Sachverhalt machen? Sachdienliche Hinweise bitte unter der Rufnummer 089/515550-111. (Quelle)


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