Die Behauptung
Unterschiedliche Facebook-Werbungen behaupten, Tupperware sei insolvent und bietet seine Produkte zum Selbstkostenpreis an. Über einen Link soll man das Tupperware-Modular-Set für nur 2 Euro erwerben können.
Aufgestellt von: Unbekannt
Faktencheck: Falsch
Ja, Tupperware hat wirklich Insolvenz angemeldet, aber diese Facebook-Anzeigen sind gefälscht und verfolgen das Ziel, persönliche Informationen und Kreditkartendaten zu stehlen. Weder Tupperware noch eine offizielle Verkaufsaktion stehen hinter diesen Angeboten. Achtung: Geben Sie keine persönlichen Daten auf solchen Seiten ein.
Kurze Faktenübersicht:
- Falsche Werbeanzeigen auf Facebook: Mit erfundenen Tupperware-Rabatten wird auf Fake-Webseiten gelockt.
- Betrügerische Absicht: Ziel der Seite ist es, persönliche und finanzielle Informationen zu sammeln.
- Englisch- und deutschsprachige Betrugsmaschen: Die Fake-Anzeigen sind in mehreren Sprachen aktiv.
Bewertung: Falsch. Es handelt sich um eine gezielte Betrugsmasche, nicht um ein offizielles Angebot.
Die Neuigkeit, die die Welt erschüttert hat: Tupperware, die legendäre Firma, die jahrzehntelang für luftdicht verschlossene Sandwiches und staubfreie Nudelvorräte gesorgt hat, ist offiziell bankrott. Und das Beste daran? Laut dubiosen Facebook-Werbeanzeigen bedeutet das, dass sie jetzt tonnenweise neuwertige Tupperware-Produkte zu Schleuderpreisen verhökern – „nur 2 Euro“, wenn man den skandalösen Anzeigen glauben darf. Und natürlich muss man „schnell sein“, denn die Schränke der Welt können nur so lange ohne diese wertvollen Plastikwunder auskommen.
Tupperware-Insolvenz als Vorwand für Betrug
Die Nachricht über den Insolvenzantrag von Tupperware in den USA hat in den sozialen Medien sofort Betrüger auf den Plan gerufen. Über gefälschte Facebook-Profile wie z.B. „Olivia Hayes“ oder „Elena Hofer“ werden Anzeigen verbreitet, die behaupten, Tupperware verkaufe seine Produkte wegen finanzieller Schwierigkeiten zum Schleuderpreis. Doch der angebliche Ausverkauf ist nichts weiter als ein Köder.
Wie die Gauner das Spiel spielen – und Facebook zusieht
Falls jemand dachte, Facebook hätte seine Lektion über Fake News, Betrug und „Hacks für schnelles Geld“ gelernt: Diese Anzeigen beweisen das Gegenteil. Denn mit Fake-Profilen wie „Elena Hofer“ und „Olivia Hayes“ werden ahnungslose Tupperware-Liebhaber in die Irre geführt. Sie werden mit dramatischen Statements gelockt wie „❗️ TUPPERWARE HAT KONKURS ANGEMELDET UND VERKAUFT JETZT…❗️“ – klar, mit dramatischen Emojis, die für das notwendige Chaos sorgen sollen.
Diese Fake-Seiten führen dann zu Formularen, auf denen potenziell alle persönlichen Daten verlangt werden, die ein Leben lang sichern könnten: Name, Adresse, Geburtsdatum und natürlich, wenn man schon dabei ist, die Kreditkartendaten. Wer „sicher und diskret“ kaufen will, darf dann auch noch seine „Verifizierungsnummer“ (auch als CVV bekannt) angeben – klar, für die „letzten“ Tupperware-Dosen, die sich jetzt, wo sie bankrott sind, natürlich jeder leisten kann.
Der psychologische Trigger, der die Welt bewegt: „Schnäppchen unter zwei Euro!“
Warum funktioniert das? Ganz einfach: Der Mensch liebt den Gedanken an das perfekte Schnäppchen. Und noch besser – die „letzte Möglichkeit“ für dieses Schnäppchen. Für 2 Euro einen 36-teiligen Tupperware-Satz zu bekommen, ist ungefähr so wahrscheinlich wie der Fund eines verschollenen Van-Gogh-Gemäldes im Discounter, aber die Illusion zieht. Und durch diese subtile „Limitierung“ – dass die Dosen „schnell vergriffen“ seien – wird das primitive „Haben-wollen-Gefühl“ im Menschen aktiviert. Schließlich darf man die Chance nicht verpassen, Teil der letzten großen Tupperware-Rettungsaktion zu sein.
Die Unsichtbarkeit der Sicherheit: Facebook als (unfreiwilliger?) Komplize
Was jedoch wirklich schockiert, ist nicht die Dummdreistigkeit der Betrüger, sondern dass Facebook diese Anzeigen nicht nur durchwinkt, sondern aktiv ausspielt. Statt Fake-News-Bekämpfung und strengen Werbevorgaben gibt es offenbar nur ein Kopfnicken und ein „wird schon passen“. Und wenn wir ganz ehrlich sind: Solange die Betrüger für ihre Werbung zahlen, scheint es Facebooks Algorithmus herzlich wenig zu kümmern, ob dahinter ein echter Hilferuf eines Familienbetriebs oder die neueste Tupperware-„Rabattaktion“ von „Elena Hofer“ steckt.
Internationale Betrugsmasche: Englischsprachige Fake-Anzeigen
Nicht nur im deutschsprachigen Raum ist diese Masche aktiv: Auch auf Englisch gibt es ähnliche Anzeigen. Die betrügerischen Angebote locken mit einem angeblichen Preis von 11,42 Dollar für Tupperware-Produkte und zielen ebenso auf die Erfassung von persönlichen Daten ab.
Datenklau und Betrug: Gefährliche Konsequenzen für die Opfer
Wer auf die betrügerischen Angebote hereinfällt und seine Daten eingibt, riskiert nicht nur finanziellen Schaden, sondern gibt den Betrügern umfassenden Zugang zu sensiblen Informationen. Diese Daten können für weitere Betrügereien, Identitätsdiebstahl und unbefugte Abbuchungen genutzt werden.
Fazit zum Thema Fake-Tupperware-Verkauf auf Facebook
Die angeblichen Tupperware-Ausverkaufsaktionen auf Facebook sind nichts als perfide Betrugsversuche. Tupperware führt selbst keine solchen Verkäufe durch und bietet keine drastischen Rabatte an, um Verluste zu decken. Nutzer sollten solche Anzeigen ignorieren, Links nicht anklicken und keinesfalls persönliche Daten auf diesen Seiten preisgeben.
Liebe Leser, hier ein kostenloser Rat: Wenn die nächste Werbeanzeige mit dem Versprechen lockt, dass eine Firma aus Mangel an Geld plötzlich ihre besten Produkte verschenkt, lehnen Sie sich zurück und überlegen: Warum sollte ein multinationales Unternehmen so etwas tun? Und wenn die Webseite eine Uhr mit „noch zwei Minuten verbleibend“ anzeigt, um Ihre Kreditkartendaten anzugeben, dann denken Sie daran: Wahrscheinlich wollen sie nur eines – und das ist nicht, dass Ihre Kekse frisch bleiben.
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