Die Polizei verzeichnet im Moment eine hohe Anzahl an Betrugsfällen und warnt ausdrücklich vor Anrufern, die sich als Polizeibeamte ausgeben.

Die Polizeidirektion Hannover warnt via Pressemitteilung:

Bislang unbekannte Betrüger haben sich Dienstagabend, 01.10.2019, gegenüber einem 74-jährigen Hannoveraner aus dem Stadtteil Groß-Buchholz als Polizisten ausgegeben und umfangreich Beute gemacht. Da die Polizei Hannover aktuell eine hohe Anzahl an Straftaten durch falsche Polizeibeamte registriert, sollen alle Bürger ausdrücklich vor der Betrugsmasche gewarnt werden.

Laut Aussage des Seniors hatte kurz nach 20:00 Uhr eine Kriminalbeamtin bei ihm angerufen und von der Festnahme von zwei Einbrechern berichtet. Bei den Personen sei eine Liste mit potenziellen Einbruchzielen gefunden worden, auf der auch die Adresse des 74-Jährigen im Stadtteil Groß-Buchholz stehen würde. Da zwei Mittäter noch auf der Flucht seien, seien seine Wertsachen zu Hause nicht mehr sicher. Im Verlauf des Telefonats wechselte der Gesprächspartner mehrfach, u.a. telefonierte der Senior mit einem Kriminalbeamten sowie einem Staatsanwalt.

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Letztlich brachten die Betrüger den Hannoveraner dazu, gegen Mitternacht mit seinen Wertsachen zum Meersmannufer am Mittellandkanal zu fahren. Dort übergab er über 10.000 Euro und eine wertvolle Münzsammlung an einen derzeit unbekannten Komplizen der falschen Polizeibeamten. Als der 74-Jährige im Anschluss wieder an seiner Wohnanschrift eintraf, realisierte er, dass er auf Betrüger reingefallen war und verständigte die Polizei.

Zu dem Komplizen, der die Wertsachen am Mittellandkanal an sich nahm, liegt folgende Beschreibung vor: Er ist circa 30 Jahre alt, etwa 1,70 Meter groß, von osteuropäischem Aussehen und hat kurze, dunkle Haare. Bekleidet war der hochdeutsch sprechende Mann mit einer roten Jacke sowie einer dunklen Hose.

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