Ein frei erfundenes Interview mit angeblichem Skandalcharakter wird auf Facebook beworben. Wir enthüllen, was dahintersteckt!
Seit vielen Monaten bekommen Nutzerinnen und Nutzer auf Facebook irreführende Werbung angezeigt, die am Ende nichts anderes als echte Fake-News enthält. Man erkennt beworbene Postings auf Facebook an der Markierung als „Gesponsert“.
Bei gesponserten Meldungen handelt es sich um Inhalte, für deren erhöhte Reichweite Facebook Geld bekommen hat. Seit einigen Tagen bekommen speziell Nutzerinnen und Nutzer in Österreich eine Werbeanzeige eingeblendet, an der rein gar nichts stimmt und die sich aller Mitteln der kommerziellen Fakenews bedient. Auf Facebook taucht diese Werbeanzeige in folgender Form auf:

Diese Art der Werbung endet mit einem sogenannten „fabricated Content“. Es handelt sich um eine Form von bewusst generierten Falschmeldungen, die völlig fiktiv sind. Das sind kommerzielle Fakenews. Dies ist nicht neu und folgt immer dem gleichen Schema.
Nach einem Klick auf den Teaser auf Facebook öffnet sich eine Website, die sich in Form eines Zeitungsberichts präsentiert. Bei der angezeigten Website handelt es sich um einen pseudo-redaktionellen Artikel, der nur dazu dienen soll, den Leser dazu zu verleiten, auf die eingebauten Werbelinks zu klicken. Hier finden Sie Inhalte zum Charakter eines journalistischen Artikels.
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Besonders irritierend: diese Falschmeldung bedient sich unerlaubt der Logos verschiedener Österreichischer Medien und gibt sich als ein Sonderbericht der Zeitung „Krone“ aus, diese hat jedoch so einen Artikel nie veröffentlicht.

Übrigens, die Methode mit den dahinter stehenden Fakenews und die Präsentation haben sich seit Monaten überhaupt nicht verändert!
Kommerzielle Fake-News enthalten einen pseudo-bearbeiteten Inhalt, der keinen Wahrheitsgehalt hat und nicht haben muss. Ebenso muss der Inhalt nicht mit der Überschrift in Verbindung gebracht werden. Dem Autor ist der Inhalt egal, es geht darum, Werbung zu schalten oder Werbe-Links effektiv einzubinden.
Diese gefälschten Nachrichten werden optisch in Form einer Nachrichten-Website präsentiert (so wie hier der „Krone“), die jedoch letztlich keine ist. Der Inhalt richtet sich an einen Wunsch oder eine Angst (in diesem Fall nur an einen Wunsch). Auslöser an dieser Stelle ist die Darstellung von Dietrich Mateschitz.
Bitcoin-Werbung
Wenn man den gefälschten Krone Artikel genauer anschaut, findet man natürlich kein Impressum, Datenschutzinformationen oder andere Herkunftsmerkmale. Ziel des Artikels auf der Website ist es, ein Produkt so effektiv wie möglich zu präsentieren. In diesem pseudo-redaktionellen Text, sowie in den Anzeigen daneben und in den Kommentaren darunter wird ein Bitcoin-Handelsmodell massiv beworben.

Wenn man den Produktlinks folgt, die in den pseudo-redaktionellen Text auf der Website eingebaut sind, landet man in einem Affiliate-Verkaufsprogramm. Am Ende steht eine zweifelhafte Bitcoin-Trade-Methode.
Das bedeutet, dass derjenige, der den pseudo-redaktionellen Artikel geschrieben hat, daran interessiert sein sollte, dass sich die Leserschaft bei diesem Modell registriert. Dabei ist es wichtig, dass die gefälschte Geschichte im Vorfeld so glaubwürdig wie möglich klingt, aber gleichzeitig ein hohes Viralitätspotenzial hat.
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