Fake News: erfundene Rettungsgeschichte eines Feuerwehrmanns nach dem Hochwasser in Österreich 2024

Eine emotionale Geschichte und Hochwasserereignisse im September 2024 werden als Köder für Betrüger genutzt.

Die Behauptung

Ein Feuerwehrmann aus Wien, namens Egon Laub, beschreibt in einer Werbeanzeige in den sozialen Medien, wie er während einer Rettungsmission bei der Hochwasserkatastrophe im September 2024 in Österreich ein achtjähriges Mädchen von einem Dach gerettet hat.

Faktencheck: Falsch

Diese Behauptung ist falsch. Die dramatische Geschichte dient als Köder, um Menschen dazu zu bringen, auf betrügerische Links zu klicken. Solche Geschichten basieren auf emotionaler Manipulation und führen zu unsicheren Webseiten, die persönliche Daten und Geld stehlen können.

Kurze Faktenübersicht:

  • Hochwasser: Die Überschwemmungen in Österreich im September 2024 waren real.​
  • Erfundene Geschichte: Der angebliche Feuerwehrmann und seine Rettungsgeschichte sind frei erfunden.
  • Verdächtiger Link: Der beworbene Link führt zu „bowlplinko.top“, einer unsicheren Glücksspielseite, die als Betrug eingestuft wird.

Bewertung: Diese Geschichte ist falsch und dient betrügerischen Zwecken.

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Die erfundene Rettungsgeschichte von „Egon Laub“

„Mein Name ist Egon Laub und ich bin Feuerwehrmann in Wien, Österreich. Vor drei Tagen wurde unser Team zu einem dringenden Rettungseinsatz aufgrund einer verheerenden Flut gerufen, die Europa getroffen hat. Es war ein wahrer Albtraum – riesige Wassermassen überschwemmten ganze Stadtviertel, Straßen verwandelten sich in Flüsse und Menschen waren in ihren eigenen Häusern gefangen. „

Die erfundene Rettungsgeschichte von "Egon Laub"

"Mein Name ist Egon Laub und ich bin Feuerwehrmann in Wien, Österreich. Vor drei Tagen wurde unser Team zu einem dringenden Rettungseinsatz aufgrund einer verheerenden Flut gerufen, die Europa getroffen hat. Es war ein wahrer Albtraum – riesige Wassermassen überschwemmten ganze Stadtviertel, Straßen verwandelten sich in Flüsse und Menschen waren in ihren eigenen Häusern gefangen. "
Fake News: erfundene Rettungsgeschichte eines Feuerwehrmanns nach dem Hochwasser in Österreich 2024 – mimikama.org
Screenshot: Facebook vom 23.09.2024 (Quelle)

Eine Facebook-Werbeanzeige schildert die Geschichte eines Feuerwehrmanns namens „Egon Laub“, der während der Hochwasserkatastrophe in Österreich 2024 ein Mädchen rettet. Der Vater des Mädchens soll ihm danach eine Glücksspiel-App namens „Plinko Austria“ empfohlen haben, mit der der Feuerwehrmann angeblich Tausende Euro gewonnen habe. In der Anzeige wird behauptet, dass er nach wenigen Einsätzen der App 3.200 Euro gewonnen habe, später sogar den Jackpot von 200.000 Euro. Am Ende wird der Leser aufgefordert, selbst die App zu installieren, indem er einem Link folgt.

Diese Geschichte ist jedoch frei erfunden und soll Nutzer auf eine betrügerische Webseite locken, die unrealistische Gewinnversprechen macht. Derartige Geschichten nutzen emotionale Inhalte, um Vertrauen zu schaffen und Menschen in eine Falle zu locken.

Betrugsmasche durch gefälschte Glücksspiel-App

Die Webseite Plinko Austria (oft beworben als „Plinko Austria“ oder ähnliche Varianten) zeigt klare Anzeichen für eine betrügerische Glücksspielseite. Nach Analysen auf verschiedenen Plattformen wie ScamAdviser und Scam Detector weist diese Seite einige problematische Merkmale auf:

  1. Unrealistische Gewinnversprechen: Mehrere Nutzer haben berichtet, dass die Seite hohe Gewinne vorgaukelt, die sich jedoch als unerreichbar herausstellen. Viele Nutzer gaben an, Geld eingezahlt zu haben, aber entweder keinen Gewinn erhalten zu haben oder Schwierigkeiten gehabt zu haben, Gewinne abzuheben​(ScamAdviser).
  2. Betrügerische Taktiken: Seiten wie Plinko Austria sind oft darauf ausgelegt, durch emotionale Geschichten (wie die Feuerwehrmann-Geschichte) oder gefälschte Rezensionen Vertrauen zu schaffen und Menschen dazu zu verleiten, Geld oder persönliche Informationen preiszugeben. In der Regel kann man Gewinne nicht sofort oder überhaupt nicht auszahlen lassen​.
  3. Versteckte Informationen: Die Webseite wurde erst kürzlich erstellt und hat eine versteckte Domainregistrierung, was typisch für betrügerische Webseiten ist, die vermeiden möchten, dass ihre Betreiber identifiziert werden​(ScamAdviser).

Es wird empfohlen, solche Seiten zu meiden und keine persönlichen Daten oder Gelder zu investieren. Es handelt sich höchstwahrscheinlich um eine betrügerische Plattform, die nur darauf abzielt, Nutzer auszunutzen.

Weitere Informationen zu der Facebook-Seite und der Werbeanzeige

Die Seite „Egon Laub“ auf Facebook, die als Brandschutzdienstleistungen gekennzeichnet ist, wurde erst am 5. August 2024 erstellt. Trotz der Angabe eines angeblichen Wiener Feuerwehrmanns als Betreiber zeigt die Seiteninformation klare Hinweise, dass die Seite von Personen aus Nepal verwaltet wird, was auf einen möglichen Missbrauch der Identität oder eine erfundene Geschichte hinweist.

Fake News: erfundene Rettungsgeschichte eines Feuerwehrmanns nach dem Hochwasser in Österreich 2024 – mimikama.org

Die Seite führt eine Werbeanzeige, die auf die dramatische Rettungsgeschichte bei der Flutkatastrophe 2024 anspielt, um Vertrauen aufzubauen und Nutzer auf dubiose Links zu leiten. Dabei wird der Eindruck erweckt, dass der Feuerwehrmann durch eine Glücksspiel-App wie „Plinko Austria“ zu Reichtum gekommen sei. Doch die angegebene Transparenz deutet darauf hin, dass es sich um eine gezielt gestreute Fake-Werbeanzeige handelt, um Nutzer in eine Betrugsfalle zu locken.

Details zur Werbeanzeige:

  • Der Betreiber gibt an, dass er das Leben eines Mädchens gerettet habe, ohne dafür einen Dank erhalten zu haben. Diese emotionale Aussage wird genutzt, um Interesse an der Geschichte zu wecken und Nutzer zur Interaktion zu verleiten.
  • Hauptstandort der Seitenverwalter: Nepal, was Zweifel an der Authentizität der Seite und der dargestellten Geschichte aufkommen lässt.
  • Finanzierung der Werbung: Die Anzeige wird unter anderem von einer Organisation namens „Amis Naturiste de Montalivet“ finanziert, was keinerlei Bezug zu den beschriebenen Brandschutzdiensten oder der Hochwassergeschichte hat.
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Die Amis Naturistes de Montalivet (ANM) ist eine französische Vereinigung von Naturisten, die den Centre Hélio-Marin (CHM) in Montalivet unterstützen. Das CHM ist eines der ältesten und bekanntesten Naturistenzentren weltweit und befindet sich in Vendays-Montalivet in der Region Gironde, Frankreich. Die ANM setzt sich seit ihrer Gründung im Jahr 1961 für den Schutz und die Erhaltung dieses Geländes ein, mit dem Ziel, die naturistischen Werte und die familienfreundliche Atmosphäre des Zentrums zu bewahren.

Die Verbindung dieser Organisation zur Werbung des fragwürdigen Plinko-Glücksspiels auf Facebook erscheint ungewöhnlich. Es ist wahrscheinlich, dass der Name der Organisation in betrügerischen Anzeigen missbraucht wird, um mehr Glaubwürdigkeit zu verleihen.

Die Seite und die darauf geschalteten Anzeigen erwecken den Eindruck, dass es sich um eine betrügerische Masche handelt, die eine gefälschte Rettungsgeschichte benutzt, um Vertrauen aufzubauen und Nutzer auf unsichere Glücksspielseiten zu leiten. Besonders verdächtig ist der Standort der Seitenverwalter in Nepal sowie die Finanzierung durch eine scheinbar völlig unzusammenhängende Organisation.

Fazit zum Hochwasser-Betrug: Vorsicht vor Links und falschen Versprechen

Die Flutkatastrophe in Österreich 2024 ist real, die Geschichte über einen Feuerwehrmann und seine Gewinne aus einer Glücksspiel-App jedoch nicht. Es handelt sich um einen betrügerischen Versuch, Menschen dazu zu bringen, auf gefährliche Links zu klicken und ihr Geld zu verlieren. Lasst euch nicht von emotionalen Geschichten täuschen – bleibt skeptisch und hinterfragt solche Inhalte immer kritisch.

Es ist absolut frustrierend, dass Facebook trotz zahlreicher Meldungen und ständiger Berichterstattung immer noch nicht in der Lage ist, betrügerische Anzeigen wie die von „Plinko Austria“ effektiv zu unterbinden. Solche dubiosen Werbeanzeigen, die gefälschte Geschichten und unrealistische Gewinnversprechen enthalten, kursieren weiterhin ungehindert auf der Plattform und locken ahnungslose Nutzer in die Falle.

Facebook verfügt über die technologischen Mittel, um betrügerische Inhalte zu erkennen und zu blockieren, doch anscheinend werden sie nicht ausreichend eingesetzt. Man fragt sich, wie es möglich ist, dass eine Plattform, die Milliarden von Daten verarbeitet und immense finanzielle Ressourcen hat, es nicht schafft, ihre Nutzer besser vor solchen offensichtlichen Betrügereien zu schützen. Letztlich bleibt die Frage: Warum tut Facebook nicht mehr, um seine Verantwortung gegenüber den Nutzern wahrzunehmen?

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Artikelbild: Canva / Symbolbild


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