Es gibt Naturphänomene, die einen staunen lassen. Manches davon erscheint sogar so unwirklich, dass es wohl nicht mit rechten Dingen zugeht.

So glauben anscheinend viele Nutzer, die dieses und ähnliche Fotos von seltsamen Wolkenformationen teilen.

https://www.facebook.com/ObserveOfficiel/photos/a.1696544357342791/2205948719735683/?type=3&theater

Der eingebettete Facebook-Beitrag ist vorbildlich, denn er liefert einem gleich, wenn auch in französisch, was man da sieht: Altocumulus Lenticularis.
Da Texte aber deutlich weniger gelesen werden, je beeindruckender ein Bild ist, brodelt immer wieder die Gerüchteküche.

UFOs, Götter, Sensationen!

Diese Wolkenformationen sieht man im Flachland nicht besonders häufig, weswegen sich tatsächlich auch gelegentlich mal die Polizei damit beschäftigen muss, denn so mancher Beobachter hält die Wolken, welche auch bei starkem Wind ihre Form und Position nahezu nicht ändern, für außerirdische Flugobjekte, oder zumindest UFOs, die sich mit einer Wolkenschicht „tarnen“.

Auch als „Sitz der Götter“ wurden solche Formationen schon bezeichnet. Da man sie häufig über Bergen sieht und Berge schon im alten Griechenland als Sitz der Götter dienten, sollen in esoterischen Kreisen die Wolken ein Zeichen sein.

Und natürlich wird auch gerne „HAARP“ ins Spiel gebracht, sobald es um seltsame Wolken geht. So werden diese Wolken gerne als „Machtdemonstration“, manchmal auch als „Nebenwirkung“ von „HAARP“ angesehen, jenes ominöse Projekt, welches wahlweise „nur“ das Wetter beeinflusst oder die Gedanken manipuliert, je nachdem, welchem Verschwörungstheoretiker man glauben möchte.

Doch was sehen wir in diesem Bild eigentlich genau? Warum setzt die Natur manchen Bergen, in diesem Fall Mount Rainier im US-Bundesstaat Washington ein Wolkenhäubchen auf?

Altocumulus Lenticularis

Was wie ein Zauberspruch aus „Harry Potter“ klingt, ist der lateinische Name dieser Wolkenformation: alto = hoch, cumulus = Anhäufung, lenticularis = in Linsenform gedrängt.

Diese Wolken entstehen nämlich, wenn feuchte Luft über einen Berg angehoben wird. Sie sinkt auf der anderen Seite des Berges wieder ab, die Wassertröpfchen, welche die Wolken bilden, sammeln sich aber an der Bergspitze und bilden diese Wolken.
Da sich die Luft dann oftmals durch den Impuls wellenwörmig weiter bewegt, entstehen auch oftmals diese Wolken weiter entfernt von Bergen.

Da wir natürlich auch hierzulande einige Berge haben, kann man diese Wolken auch bei uns beobachten, beispielsweise über dem Schwarzwald.

Fazit

Diese Wolkenformationen sind faszinierend und absolut natürlich. Exakt jene Formation über dem Mount Rainier schaffte es auch auf das Cover des Albums „Silver Sky“ der Band „The Infamous Strindusters“.


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