Mit nur einem Klick kann man auf Facebook sein Gewissen beruhigen… und dabei Likebait-Sammlern helfen!

„Jeden Tag eine gute Tat“, so das Motto vieler Pfadfinder. Mal einer Oma über die Straße helfen, Müll von den Straßen räumen, Einkäufe für andere Menschen erledigen. Solche Taten helfen der Gesellschaft.
Doch was ist, wenn man keine Lust hat, rauszugehen und aktiv zu werden? Dann gibt es ja immer noch Facebook, denn da finden sich viele, viele Bilder von körperlich behinderten Menschen, denen allen nicht zum Geburtstag gratuliert wird!
Tragisch, tragisch… aber mit einem Like und einem Kommentar kann man das ja fix erledigen!

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So gibt es eine russische Seite auf Facebook, deren Spezialität es ist, immer wieder andere Bilder von körperbehinderten Menschen zu posten, und jedes Mal mit dem selben Text. Dank der automatischen Facebook-Übersetzung (die dabei unfreiwillig komisch ist), verbreiten sich diese Bilder auch stark im deutschsprachigen Raum:

MIMIKAMA
Screenshot: mimikama.org, Verpixelung aus rechtlichen Gründen

„Hallo, ich bin Alice! Heute ist mein Geburtstag! meine Freunde denken, dass niemand dieses Foto teilen wird, weil ich deaktiviert bin! ?

Die „deaktivierte“ Youtuberin

Sehr peinlich nur für die Seite, dass sie sich für ihren Likebait ausgerechnet eine bekannte Youtuberin aussuchten!
Das Bild zeigt nämlich nicht „Alice“, sondern Isabelle Weall, die einen Youtube-Kanal mit über 130.000 Abonnenten betreibt. Auf ihrem Kanal zeigt sie, wie sie sich trotz ihrer amputierten Arme schminkt, aber erzählt auch, warum sie beispielsweise keine Prothesen tragen möchte, zeigt auf humoristische Weise die Vorteile ihrer Behinderung (keine Warteschlangen, Freikarten) und schildert, wie sie Arme und Beine verlor (Hirnhautentzündung) und woher sie ihr Selbstvertrauen nimmt.

Das Bild stammt aus einem Artikel des „Mirror“ über  Isabelle Weall, mehr Bilder von ihr findet man auch auf ihrem Instagram-Account.

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Fazit

Man kann sich zu nahezu 100% sicher sein, dass solche Likebait-Bilder nur einem Zweck dienen, und der ist nicht etwa, eine gute Tat zu vollbringen, damit eine körperlich behinderte Person Geburtstagsgrüsse bekommt, sondern damit eine Facebook-Seite mehr Likes bekommt und somit weitere Verbreitung findet.
Gute Taten sollte man besser also weiterhin draußen, in der realen Welt, vollbringen. Aber sicher nicht durch einen Like und einen Kommentar auf einer Likebait-Seite auf Facebook.

Artikelbild: iQoncept / Shutterstock.com


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2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)