Vor allem in den vergangenen Jahren hat das Problem der gefälschten Medikamente aus dem Internet massiv zugenommen.
„Gefälschte Arzneimittel stellen ein nicht kalkulierbares Gesundheitsrisiko dar. Im schlechtesten Fall kann die Einnahme sogar lebensgefährlich sein“
Nathalie Steinhauser, Pressesprecherin bei securPharm e.V.
So heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme von securPharm e.V. mit dem Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) und dem Verband Forschender Arzneimittelhersteller (vfa).
Gefälschte Medikamente sehen oft täuschend echt aus
Bei securPharm handelt es sich um einen Verein, der ein gleichnamiges System zur Überprüfung der Echtheit von Medikamenten in Großhandel, Apotheken oder Krankenhäusern betreibt. Denn ob es sich beim Medikament um ein gefälschtes Präparat oder das Original handelt, ist für Verbraucherinnen und Verbraucher oft kaum zu unterscheiden. Täuschend echt ahmen Kriminelle Verpackungen und Aussehen der Tabletten nach. Die Bandbreite reicht von Lifestyle-Arzneien wie Potenz-, Haarwuchs- oder Schlankheitsmitteln bis hin zu lebenswichtigen Medikamenten wie Krebspräparaten, Antibiotika, Blutdrucksenkern oder Schmerztabletten.
Vorsicht vor besonders günstigen Präparaten
Wer Arzneimittel dennoch über das Internet kaufen möchte, sollte prüfen, ob eine Versandapotheke legal arbeitet. Zum Beispiel kann man bei der im Impressum der Apotheke angegebenen Aufsichtsbehörde anrufen. Skepsis ist besonders dann geboten, wenn verschreibungspflichtige Präparate besonders billig angeboten und ohne Nachweis eines Rezeptes versendet werden. Wer eine fragwürdige Versandapotheke melden will, kann das online tun an die Mail-Adresse: faelschermelden@bvdva.de.
Gesetz verbietet Arzneimittel aus dem Ausland
Nicht nur, um den Folgen von verunreinigten oder unwirksamen Medikamenten zu entgehen, sollte man beim Kauf im Internet vorsichtig sein. Auch das Gesetz wacht über den Handel von Arzneien im Internet: So dürfen nach deutschem Recht Privatpersonen „im Wege des Post- oder Kurierversands grundsätzlich keine Arzneimittel aus dem Ausland beziehen“, schreibt der Zoll auf seiner Website. Dabei gilt: Auch Nahrungsergänzungsmittel, Vitaminpräparate oder rein pflanzliche Naturheilmittel aus dem Ausland können in Deutschland als Arzneimittel gelten.
Wer beim Kauf von Medikamenten Probleme mit dem Gesetz und eine Gefährdung seiner Gesundheit vermeiden will, sollte darum eine behördlich registrierte Versandapotheke aufsuchen – oder in die niedergelassene Apotheke vor Ort gehen.
Quelle: Presseportal
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