Ein Video zeigt vermeintliche Briefwahlunterlagen aus dem Wahlkreis 11 – Landkreis Rostock I. Eine Männerstimme behauptet, auf dem Stimmzettel fehle die AfD. Am Wahltag, dem 20. September 2026, bestätigte die Landeswahlleitung Mecklenburg-Vorpommern: Der gezeigte Zettel ist gefälscht.
Der manipulierte Zettel orientiert sich eng am amtlichen Muster. Namen und Gestaltung wurden weitgehend übernommen. Doch die zweite Zeile, in der die AfD stehen müsste, ist leer. Auf dem echten Musterstimmzettel steht die Partei sowohl bei der Erststimme als auch bei der Zweitstimme.
Ähnliche Beiträge auf Facebook, X und TikTok nennen die Wahlkreise 9 und 33. Die zuständigen Wahlleitungen bestätigten gegenüber dpa, dass auch dort die echten Unterlagen die AfD enthalten. Mindestens drei Varianten deuten auf eine gemeinsame Vorlage hin, beweisen aber keine gemeinsame Urheberschaft – wer sie erstellt hat, wissen wir nicht.
Beim Prüfen kommt es auf die richtige Spalte an. Direktkandidatinnen und Direktkandidaten unterscheiden sich je nach Wahlkreis. Fehlt dort ein bestimmter Name, beweist das noch keine Manipulation. Entscheidend ist die Zweitstimmenspalte: Dort muss die AfD-Landesliste angeführt sein. Eine tatsächliche Ausgabe fehlerhafter Stimmzettel ist nicht bekannt.
eine leere Zeile als vermeintlicher Beweis für den Ausschluss einer Partei. Solche Aufnahmen können auch nach Bekanntgabe des Ergebnisses weiterkursieren. Dann zielen sie nicht mehr auf die Stimmabgabe, sondern auf das Vertrauen in die Rechtmäßigkeit der gesamten Wahl.
Quellen
- WELT/dpa: Wahlleiter: Videos von Stimmzetteln ohne AfD sind Fälschung, 20.09.2026
- Landeswahlleitung Mecklenburg-Vorpommern: Amtlicher Musterstimmzettel Wahlkreis 11
- Landeswahlleitung Mecklenburg-Vorpommern: Amtlicher Musterstimmzettel Wahlkreis 33
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