“Manipulierte Bankautomaten (Bankomaten)? Weit weg!” Das mögen sich immer wieder Menschen denken. Wenn man etwas von manipulierten Kartenschächten liest und hört, denkt man gerne an Rom … oder Mallorca. Aber weit gefehlt: manipulierte Bankautomaten können sich überall befinden. Das bewies ein Fund in Wien am Stephansplatz, welcher mit der Smartphone-Cam dokumentiert wurde.


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Dieses Video wurde am 19. Juni in Wien aufgenommen. Benjamin Tedesco, der selbst im technischen Kundendienst einer Sicherheitsfirma arbeitet, hat seinen Fund festgehalten:

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Mit dieser Art von Attrappen werden Kartendaten ausgelesen und gespeichert, die Methode nennt sich “Skimming”.

Den manipulierten Aufsatz hat er nochmals gesondert fotografiert, so dass man die die einzelnen Komponenten, welche für das Auslesen der Daten verantwortlich sind, genauer erkennen kann. Man sieht den Magnetstreifenleser (Mitte, am Kartenschlitz), die Batterie (rechts) und den Kontrollchip (oben).

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Bild mit freundlicher Genehmigung durch Benjamin Tedesco, LinkedIn Profil.

Die Polizei gibt dazu folgende Präventionstipps:

  • Bleiben Sie bei einer Fehlermeldung in jedem Fall beim Geldautomaten (Bankomat). Lassen Sie sich nicht von einem vermeintlich hilfsbereiten Fremden vom Automaten weglocken.
  • Bitten Sie einen anderen Kunden, einen Bankmitarbeiter zu holen. Bei Automaten außerhalb von Banken rufen Sie gegebenenfalls per Handy bei der Bank an.
  • Verständigen Sie die Polizei außerhalb der Öffnungszeiten von Banken und Kreditinstituten.
  • Gehen Sie sorgsam mit Ihren Zahlungskarten um und bewahren Sie die PIN stets getrennt von der Karte auf.
  • Haben Sie mehrere Zahlungskarten? Betätigen Sie den Türöffner eines Bankinstitutes nicht mit der gleichen Karte, mit der Sie anschließend Geld abheben möchten.
  • Geben Sie Ihre PIN niemals an einem Türöffner eines Bankinstitutes ein. Kein Geldinstitut verlangt für den Zugang zum Geldautomaten die Eingabe der PIN. Der Kartenleser hat immer nur die Funktion des Türöffners. Verständigen Sie in solchen Fällen die Polizei und das Geldinstitut.
  • Achten Sie darauf, dass die Eingabe Ihrer PIN nicht von anderen beobachtet werden kann. Sorgen Sie für einen ausreichenden Sicherheitsabstand zum nächsten Kunden.
  • Decken Sie während der PIN-Eingabe das Tastaturfeld mit der anderen Hand oder einem Gegenstand (zum Beispiel Geldbörse, Blatt Papier) als Sichtschutz vollständig ab. Das erschwert das “Ausspähen” per Kamera oder Foto-Handy erheblich.
  • Nutzen Sie keinen Geldausgabeautomaten, an dem Ihnen etwas ungewöhnlich erscheint, zum Beispiel angebrachte Leisten oder Verblendungen, abstehende und lockere Teile, Spuren von Kleber rund um den Kartenschlitz.
  • Bei Verdacht auf Manipulation sollten Sie den Automaten nicht nutzen. Verständigen Sie die Polizei, um mögliche Spuren sichern zu können.

Weitere Tipps:

  • Kontrollieren Sie regelmäßig Ihre Kontoauszüge und wenden Sie sich bei Auffälligkeiten sofort an Ihre Bank.
  • Bei dem Verdacht der Ausspähung Ihrer Kartendaten lassen Sie umgehend die Karte über Ihre Bank oder den bundesweiten Sperrnotruf 116 116 sperren und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.polizei-beratung.de

Quelle: Presseportal.de


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