Google soll im Kampf gegen die Piraterie eine Millionen Webseiten löschen

Im Kampf gegen Piraterie zeigt der aktuelle Google Transparency Report alarmierende Zahlen. Mimikama informiert über die Löschung von Millionen Webseiten

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Die Zahl der Webseiten, die illegal urheberrechtlich geschütztes Material anbieten, steigt. Der “Transparency Report” von Google zeit Rekordwerte seit Aufzeichnungsbeginn.

Diese Vermutung legt der neue „Transparency Report“ von Google nahe.

Er zeigt auf, wie viele Web-Adressen beim Suchmaschinenbetreiber als „Piraterie-Seiten“ gemeldet werden.

Anfragen, kriminelle Seiten aus den Google-Suchergebnissen zu entfernen, sind 2017 erstmals über die magische Marke von einer Mio. geklettert – ein Rekordwert seit dem Beginn der Aufzeichnungen vor sechs Jahren.

Versagen der Content-Industrie

„Google erhält regelmäßig Anfragen, Inhalte zu entfernen, die womöglich gegen geltende Urheberrechtsgesetze verstoßen“,

heißt es anlässlich der Veröffentlichung des jüngsten Berichts. Ein Großteil beziehe sich auf die Ergebnisse von Suchmaschinenanfragen, die unter Verdacht stehen, auf illegale Materialien zu verlinken.

„Mit unserem Transparency Report verfolgen wir das Ziel, allen klar und ganz transparent aufzuzeigen, welche Auswirkungen das Urheberrecht auf den zur Verfügung stehenden Content haben kann.“

„Diese Zahlen sind zwar atemberaubend. Es ist aber wohl auch kein Wunder, dass gerade die beliebteste Suchmaschine der Welt mit Anfragen überhäuft wird, illegale Inhalte aus seinen Suchergebnissen zu entfernen“,

kommentiert „engadget“.

Dass die Löschanfragen derart nach oben geschnellt seien, liege zweifellos an einem generellen Anstieg der Piraterie und einem Versagen der Gegenstrategien der Content-Industrie.

„Es scheint fast so, als wäre es inzwischen die einzige Option, zu versuchen, den Zugang zu diesen Seiten soweit als möglich zu erschweren, wenn man sie schon nicht ganz zu Fall bringen kann“,

so die Experten.

Von „whitehouse.gov“ bis „nytimes.com“

Interessant ist, dass bei einem Blick auf Googles Analyseergebnisse vielfach auch bei solchen Webseiten eine Entfernung aus den Suchergebnissen beantragt worden ist, die eigentlich kein Piraterie-Problem haben dürften.

In den gesammelten Listen finden sich nämlich etwa auch Seiten wie jene des Weißen Hauses („whitehouse.gov“), des US-Justizministeriums („justice.gov“), oder der NASA („nasa.gov“).

Genauso betroffen sind Medienkonzerne wie Netflix („netflix.com“), die BBC („bbc.com“) oder die New York Times („nytimes.com“).

Quelle: Pressetext


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