Die Menge an Informationen, die täglich online verbreitet wird, ist überwältigend. Wie können wir sicher sein, dass die Bilder und Informationen, die wir sehen, wahr und zuverlässig sind? Vor allem, wenn es sich um gefälschte Bilder handelt, die oft zur Desinformation eingesetzt werden. Google hat dieses Bedürfnis erkannt und eine Reihe neuer Suchfunktionen und Tools eingeführt, die darauf abzielen, die Glaubwürdigkeit und den Kontext von Bildern und Websites besser zu bestimmen.
Das Google-Feature „About this image“ bietet tiefe Einblicke in die Hintergründe eines Bildes:
- Bildverlauf: Dieses Tool erkennt, wann und wo ein Bild oder ähnliche Darstellungen auf anderen Plattformen erschienen sind. Dies hilft insbesondere dabei, ältere Bilder zu identifizieren, die fälschlicherweise mit neueren Ereignissen in Verbindung gebracht werden.
- Bildnutzung durch andere Seiten: Es informiert darüber, wie und wo das Bild auf anderen Seiten dargestellt und beschrieben wird, beispielsweise auf Nachrichtenseiten oder Faktencheck-Websites. Dies ist nützlich, um die Echtheit oder den Kontext eines Bildes zu verifizieren.
- Metadateninformation: Wenn Metadaten für ein Bild vorhanden sind, werden diese sichtbar gemacht. Hierunter fällt auch die Information, ob das Bild mithilfe von KI generiert wurde.
Um auf „About this result“ zuzugreifen, genügt ein Klick auf das Menü mit den drei Punkten neben dem Bild.

Neue Werkzeuge zur Stärkung des Vertrauens
Google hat weltweit eine Reihe neuer Tools zur Überprüfung von Bildern eingeführt, die den Nutzern helfen sollen, die Authentizität und den Kontext von Bildern besser zu verstehen. Diese Tools bieten eine zusätzliche Informationsebene, auf der Nutzer fundierte Entscheidungen über das treffen können, was sie online sehen. Dies ist nicht nur ein Schritt, um das Vertrauen in das Surfen im Internet zu erhöhen, sondern auch um sicherzustellen, dass die geteilten Informationen authentisch und korrekt sind.
Tiefere Einblicke in Bilder
Eine der bemerkenswertesten Neuerungen ist die Erweiterung der Google-Funktion „Über dieses Bild“ (About this image) für Nutzer weltweit. Dieses Tool zeigt an, wann ein Bild zum ersten Mal online erschien, wie es auf anderen Websites beschrieben wird und ob es von künstlicher Intelligenz erstellt wurde. Es ist ein nützliches Instrument, um zu überprüfen, ob ein Bild gefälscht oder irreführend verwendet wird.
Für Journalisten: Bildfaktenprüfung leicht gemacht
Google hat auch den Fact Check Explorer erweitert, eine Datenbank, die Faktenchecks von verschiedenen Organisationen aus der ganzen Welt enthält. Journalisten und Faktenprüfer haben nun die Möglichkeit, diese Bilddatenbank über eine API zu durchsuchen, was die Überprüfung und Entlarvung falscher oder manipulierter Bilder erleichtert. Dieses Tool hat bereits dazu beigetragen, den Zeitaufwand für die Überprüfung von Bildern erheblich zu reduzieren.
Mehr Kontext zu unbekannten Websites
Google unternimmt auch Schritte, um nützliche Hintergrundinformationen über weniger bekannte Websites bereitzustellen. Durch den Einsatz fortschrittlicher KI-Modelle können Nutzer jetzt KI-generierte Zusammenfassungen und Beschreibungen von Quellen sehen, die von bekannten Websites unterstützt werden. Dies ist besonders hilfreich für Nutzer, die Informationen von neuen Anbietern oder Quellen ohne bekannten Hintergrund bewerten möchten.
Was die Studien sagen
Es ist unbestritten, dass Fehlinformationen im Internet ein wachsendes Problem darstellen, insbesondere wenn es sich um manipulierte Bilder handelt. Laut einer Studie des Poynter Instituts aus dem Jahr 2023 haben 70 % der Befragten Schwierigkeiten, die Echtheit von Bildern online zu überprüfen. Google reagiert darauf mit der Einführung dieser Tools.
Fazit
Google unternimmt proaktive Schritte, um der wachsenden Besorgnis über Fehlinformationen im Internet zu begegnen. Mit einer Reihe neuer Tools, die das Vertrauen in Bilder und Informationen stärken, erleichtert Google es, die Wahrheit in der digitalen Welt zu finden. Dies ist ein ermutigender Schritt hin zu einer vertrauenswürdigeren und transparenteren Online-Gemeinschaft.
Quelle: Google/3 new ways to check images and sources online
Interessiert an weiteren Tipps, Faktenchecks und aktuellen Informationen? Melden Sie sich jetzt für den Mimikama-Newsletter an und nutzen Sie das umfangreiche Angebot zur Medienbildung! Bleiben Sie sicher, bleiben Sie informiert.
Lesen Sie auch:
Baerbock im Faktencheck: Sagte sie „Wir sind alle Israelis“?
Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise)
