Faktencheck: Sagte Baerbock „Wir sind alle Israelis“?

Deutsche und EU-Führungskräfte reisen nach Israel, um ihre Unterstützung nach den jüngsten Angriffen der Hamas zu zeigen.

Autor: Hildegard O.

Die Behauptung

In sozialen Medien kursiert das Zitat „In diesen Tagen sind wir alle Israelis“, das der deutschen Außenministerin Annalena Baerbock zugeschrieben wird. Einige behaupten, sie hätte diese Worte nie gesagt und sie würden aus dem Kontext gerissen, um sie in einem bestimmten Licht darzustellen.

Unser Fazit

Unsere Recherche zeigt, dass Annalena Baerbock diesen Satz tatsächlich während eines Besuchs in Israel ausgesprochen hat, als Zeichen der Solidarität mit Israel nach den Angriffen der Hamas. Das Zitat ist authentisch und wurde während eines Treffens mit ihrem israelischen Amtskollegen in der südisraelischen Stadt Netivot veröffentlicht.

Dieses Bild macht gerade in den sozialen Medien die Runde:

Der Inhalt des Bildes im Wortlaut: „Baerbock im ZDF verkündet: Wir sind alle Israelis…es ist nicht zu fassen!!! Ich bin Deutscher und das bleibe ich auch!!! Keine Ahnung für wem diese geisteskranke Fehlpressung spricht, für mich nicht!!! Ich distanziere mich von dieser Aussage!!!“

Dieses Bild macht gerade in den sozialen Medien die Runde: "Baerbock im ZDF verkündet: Wir sind alle Israelis...es ist nicht zu fassen!!! Ich bin Deutscher und das bleibe ich auch!!! Keine Ahnung für wem diese geisteskranke Fehlpressung spricht, für mich nicht!!! Ich distanziere mich von dieser Aussage!!!"
Dieses Bild macht gerade in den sozialen Medien die Runde: „Baerbock im ZDF verkündet: Wir sind alle Israelis…es ist nicht zu fassen!!! Ich bin Deutscher und das bleibe ich auch!!! Keine Ahnung für wem diese geisteskranke Fehlpressung spricht, für mich nicht!!! Ich distanziere mich von dieser Aussage!!!“

Während Israel nach den jüngsten Angriffen durch die Hamas trauert, haben hochrangige politische Führungskräfte aus Europa ihre Solidarität und Unterstützung für das Land zum Ausdruck gebracht.


Baerbocks „Wir sind alle Israelis“ kann in einem ähnlichen Kontext mit John F. Kennedys „Ich bin ein Berliner“ und dem Ausdruck „Je suis Charlie“ nach dem Terroranschlag auf die Redaktion von Charlie Hebdo in Frankreich gesehen werden. Alle diese Aussagen drücken Solidarität und Unterstützung in Zeiten von Krisen oder Bedrohungen aus.

  1. „Ich bin ein Berliner“ – Dieser berühmte Satz wurde von US-Präsident John F. Kennedy 1963 in Berlin ausgesprochen. Er diente dazu, Solidarität mit den Bürgern von West-Berlin zu zeigen, die damals inmitten des Kalten Krieges von der kommunistischen DDR und der Sowjetunion umgeben waren. Kennedy wollte betonen, dass die USA West-Berlin nicht im Stich lassen würden.
  2. „Je suis Charlie“ – Nach dem schrecklichen Anschlag auf die französische Satirezeitschrift Charlie Hebdo im Jahr 2015 wurde dieser Ausdruck zu einem weltweiten Symbol des Widerstands gegen den Terrorismus und der Verteidigung der Meinungsfreiheit. Menschen rund um den Globus benutzten den Satz, um ihre Solidarität mit den Opfern und ihrer Ablehnung des Extremismus auszudrücken.
  3. „Wir sind alle Israelis“ – Im Kontext von Baerbocks Besuch und der Spannungen in der Region drückt diese Aussage eine starke Solidarität mit dem israelischen Volk aus, das den Bedrohungen und Angriffen der Hamas ausgesetzt war.

In allen drei Fällen geht es um die Botschaft der Solidarität, des Beistands und der Einheit in Zeiten von Krisen und Herausforderungen. Sie betonen die gemeinsamen Werte und Bindungen zwischen den Menschen oder Nationen und sind als symbolische Geste der Unterstützung zu verstehen.


Besuch Baerbock von und Cohen

Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock sicherte bei einem Treffen in der südisraelischen Stadt Netivot Israels Bevölkerung die „umfassende Solidarität“ Deutschlands zu. Ihre Emotionen während des Gesprächs waren spürbar, als sie erklärte: „In diesen Tagen sind wir alle Israelis.“

Reaktion auf Hamas‘ Handlungen

Baerbock verurteilte die Hamas scharf für ihre Aktionen und rief sie zur Freilassung der aus Israel verschleppten Geiseln auf. Die emotionale Intensität erreichte einen Höhepunkt, als sie ihre Bitte nicht nur als Politikerin, sondern auch als Mutter formulierte.

EU-Führungskräfte zeigen Unterstützung

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola besuchten ebenfalls Israel, um ihre Solidarität nach den Angriffen der Hamas zu zeigen. Die Schrecken, die sie bei ihrem Besuch erlebten, wurden in ihren Worten lebendig: „Der Horror dessen, was hier passierte, ist unaussprechlich.“

Zusagen aus Übersee

Auch aus Übersee kamen Zusicherungen der Unterstützung. Der US-Verteidigungsminister Lloyd Austin bekräftigte das Engagement der USA für Israels Sicherheit und erklärte, die USA seien bereit, zusätzliche Mittel bereitzustellen.

Deutschlands Standpunkt

Zurück in Deutschland verurteilte Bundeskanzler Olaf Scholz die Angriffe scharf und versicherte Israel die Unterstützung Deutschlands. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier drückte in einer Berliner Synagoge seine Solidarität mit den Jüdinnen und Juden in Deutschland aus.

Fazit

Die Ereignisse in Israel haben nicht nur in der Region, sondern weltweit Wellen geschlagen. Führungskräfte aus ganz Europa und darüber hinaus haben ihre Solidarität mit Israel bekundet. Dies zeigt, wie eng die Bande zwischen den Nationen sind und wie wichtig es ist, gemeinsam gegen den Terrorismus vorzugehen.

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