Großbritannien verpflichtet Porno-Websites zu Altersnachweis

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Seit dem 25. Juli 2025 müssen alle Websites und Apps in Großbritannien, die pornografische Inhalte anbieten, robuste Altersverifikationen einsetzen. Ziel ist es, Kinder besser vor schädlichen Online-Inhalten zu schützen.

Die neue Regelung basiert auf dem Online Safety Act und markiert einen tiefgreifenden Wandel im Zugang zu Pornografie im Vereinigten Königreich. Laut der britischen Regulierungsbehörde Ofcom reicht es künftig nicht mehr aus, ein Häkchen zu setzen – Nutzerinnen und Nutzer müssen ihr Alter verlässlich nachweisen. Mögliche Verfahren reichen von Foto-IDs und Kreditkartenprüfungen über Gesichtsanalyse bis hin zu E-Mail- oder Mobilfunkdatenbasierten Verfahren.

Die Maßnahmen sind eine Reaktion auf besorgniserregende Zahlen: Laut Ofcom hatten acht Prozent der Kinder zwischen 8 und 14 Jahren im letzten Monat Zugriff auf Pornoseiten – darunter auch Dreijährige. Gleichzeitig befürwortet eine Mehrheit der Erwachsenen (80 %) Alterskontrollen im Netz zum Schutz von Minderjährigen.

Ofcom betont, dass es nicht darum gehe, Erwachsenen den Zugang zu legaler Pornografie zu erschweren. Vielmehr sollen Kinder von problematischen Inhalten wie Pornografie, Selbstverletzung oder Essstörungen ferngehalten werden – ohne dabei Datenschutz oder Zugangsrechte zu gefährden. Für die Einhaltung der Datenschutzvorgaben ist das Information Commissioner’s Office (ICO) zuständig.

Anbieter, die sich nicht an die Vorgaben halten, müssen mit Geldstrafen von bis zu 18 Millionen Pfund oder zehn Prozent des weltweiten Umsatzes rechnen. Im Extremfall droht sogar die Sperrung des Angebots im Vereinigten Königreich.


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