„Gute Geschäftsware“, Wenn ein Marathon zum Sprachversagen wird

Ein ORF-Kommentar entmenschlicht Schwarze Läufer beim Vienna City Marathon – und liefert damit Futter für digitale Hetze, Desinformation und rassistische Narrative. Genau hier schlägt Mimikama Alarm.

💬Wie beeinflussen Narrative die öffentliche Meinung? Antworten finden Sie im Leitfaden Narrative & Meinungsmache.
📌 Worum geht es in diesem Artikel?

Dieser Beitrag ist kein klassischer Faktencheck, sondern eine sprachkritische Analyse mit gesellschaftspolitischem Fokus.
Anlass ist eine Aussage während der Live-Übertragung des Vienna City Marathon 2025, bei der ein ORF-Kommentator Schwarze Athlet:innen als „gute Geschäftsware“ bezeichnete.

🔍 Warum wir darüber berichten:
Bei Mimikama beobachten wir täglich, wie solche Aussagen online weiterverbreitet, aus dem Kontext gerissen oder gezielt instrumentalisiert werden, vor allem in sozialen Netzwerken, Kommentarspalten und extremistischen Kanälen.

⚠️ Was dieser Artikel leistet:
Er zeigt auf, wie tief kolonial-rassistische Denkmuster in der Sprache eingebettet sind.
Er analysiert, wie solche Begriffe wirken, nicht nur im Fernsehen, sondern vor allem im Netz.
Und er macht sichtbar, wie leicht aus einem „unglücklichen Kommentar“ digitale Hetze wird.

✊ Wichtig zur Einordnung:
Dieser Artikel wurde bewusst bissig, provokant und sprachlich zugespitzt formuliert, nicht um zu polarisieren, sondern um wachzurütteln.
Denn wer menschenverachtende Sprache duldet, darf sich über deutliche Worte nicht wundern.

42,195 Kilometer. Schweiß, Tränen, pure Disziplin. Ein Lauf, der Körper und Geist alles abverlangt. Der Vienna City Marathon, ein Event, das Menschen aus aller Welt zusammenbringt, wo Höchstleistungen gefeiert, persönliche Rekorde gebrochen und sportliche Vielfalt sichtbar gemacht werden soll. SOLL!

Der 21-jährige Äthiopier Haftamu Abadi hat den Vienna City Marathon 2025 gewonnen, als jüngster Sieger in der Geschichte des Laufs.
Bei den Damen triumphierte souverän die Kenianerin Betty Chepkemoi.
Zwei außergewöhnliche Leistungen. Zwei Namen, die im Sport gefeiert gehören, und nicht durch entmenschlichende Sprache entwertet werden dürfen.

Doch während im Zielbereich noch gejubelt wird, passiert im ORF das Unfassbare: Ein Kommentator bezeichnet sie live im Fernsehen als „gute Geschäftsware“. Mitten in der Siegerehrung. Ohne Ironie. Ohne Reflexion. Ohne einen Hauch von Bewusstsein für die historische Wucht dieser Worte.

Nein, er sagt nicht: „beeindruckende Sportler:innen“, „taktisch brillante Läufer“, „Ikonen des internationalen Laufsports“. Er sagt: Geschäftsware.

Und um das Ganze noch mit einem Feigenblatt zu dekorieren, fügt er hinzu:

„…um es jetzt a bisserl negativ auszudrücken.“


🎥 Originalaussage im ORF-Video nachhörbar:
Die problematische Passage kann in der offiziellen ORF-Mediathek nachgehört werden –
ab Minute 19:10 Restlaufzeit im Beitrag „Vienna City Marathon 2025, Das Rennen“:

🔗 Zum Video in der ORF TVthek

Hinweis: Die Stelle ist ab 19:10 Restlaufzeit deutlich hörbar.
(Direktlink führt zur ORF TVthek, verfügbar je nach Region und Zeitfenster)


Ach so. Nur ein bisschen entmenschlichend. So wie: „Zwangsarbeit ist halt auch ein Wirtschaftsfaktor“, oder was? Wer so spricht, offenbart kein Sprachproblem, sondern ein Weltbild.

Wörtlich sagte der ORF-Kommentator unter anderem:

„Die kenianischen, äthiopischen oder afrikanischen Läufer an sich. Die sind natürlich auch, sag ma mal, gute Geschäftsware, um es jetzt a bisserl negativ auszudrücken…“

Und mit diesem Satz ist alles gesagt. Nicht nur über die Athlet:innen, sondern über den Sprecher selbst.
Denn wer Afrikaner:innen so bezeichnet, der stellt sie nicht als Menschen mit Würde, Zielstrebigkeit und Talent dar, sondern als austauschbare Leistungsprodukte. Als Investitionsobjekte, die man managen, ausschöpfen und irgendwann ersetzen kann.

Und wenn jemand dann noch meint, das sei ja „kritisch gemeint gewesen“, dann müssen wir fragen:
Seit wann kritisiert man Ausbeutung, indem man exakt dieselben Begriffe verwendet wie die Ausbeuter selbst?

„Die kenianischen, äthiopischen oder afrikanischen Läufer an sich …“

Moment mal.
Kenianisch. Äthiopisch. Und dann … afrikanisch?
Das ist, als würde man sagen: „deutsche, französische oder europäische Läufer“.

Würde niemals passieren.
Denn europäische Länder werden selbstverständlich als eigenständige Nationen mit unterschiedlichen Identitäten behandelt.
Aber wenn’s um Afrika geht? Da reicht plötzlich ein Kontinent als Sammelbegriff.

Dieses sprachliche Pauschalisieren nennt man Othering, es markiert Menschen als „die Anderen“, als Gruppe außerhalb der Norm. Und es ist kein Zufall, sondern tief im kolonialen Denken verwurzelt.

Während europäische Athlet:innen als Einzelpersonen mit Nation, Namen, Charakter und Karriere wahrgenommen werden, werden Schwarze Athlet:innen oft nur als austauschbare Vertreter eines ganzen Kontinents dargestellt. Hauptsache schnell, Hauptsache „Ware“.

Dass diese Aussage im ORF offenbar völlig unbemerkt durchging, spricht Bände über das fehlende Bewusstsein für koloniale Denk- und Sprachmuster in etablierten Medien. Aber schlimmer noch:
Was einmal gesagt wurde, bleibt nicht im Studio. Es wandert ins Netz. In Clips, Memes, Screenshots, entkoppelt vom Kontext, aber nicht von der Wirkung.

Ein rassistischer Satz, einmal in die Welt entlassen, wird dort weiterverwertet:

👉 In Kommentarspalten, wo plötzlich von „Läuferflüchtlingen“ die Rede ist.
👉 In rechten Telegram-Kanälen, wo es heißt, Schwarze würden nur „wegen des Geldes“ kommen.
👉 In YouTube-Kommentaren, wo sich irgendjemand bestätigt fühlt, dass „man das ja wohl noch sagen darf“.

Und genau hier kommt Mimikama ins Spiel. Denn wir sehen täglich, wie solche Aussagen zum Ausgangspunkt ganzer Desinformations-Kaskaden werden. Wie sich Sprache verselbstständigt. Wie ein „nur unglücklich formulierter“ Satz plötzlich zur „offiziellen Wahrheit“ in verschwörungsideologischen Kreisen wird.

Was im ORF begann, endet im digitalen Sumpf, als „Beleg“ für rassistische Narrative, als Vorlage für Hass, als „Zitat“ in fremdenfeindlichen Debatten.

Sprache ist kein Unfall. Sie ist ein Werkzeug. Und wer damit nicht umgehen kann, richtet Schaden an, egal ob im Fernsehen oder auf Facebook.

Ja, es stimmt: Viele afrikanische Top-Athlet:innen stehen unter enormem Druck. Nicht selten hängt ihre wirtschaftliche Existenz davon ab, wie sie bei internationalen Wettbewerben abschneiden. Kein Verein, keine Polizei-Karriere, kein Bundesheer, das im Hintergrund für finanzielle Sicherheit sorgt, wie es bei europäischen Athlet:innen oft der Fall ist. Für viele bedeutet ein gutes Rennen nicht Ruhm, sondern schlicht: Lebensunterhalt sichern.

Und es stimmt auch: Diese Athlet:innen sind oftmals eingebunden in Netzwerke, in denen Manager, Sportagenturen und Veranstalter mitverdienen, und das nicht immer fair. Die Abhängigkeit von Preisgeldern, Startplätzen und Sponsoren ist real.

Diese Missstände sollten benannt werden. Und sie sollten kritisiert werden. Punkt.

Aber, und jetzt kommt der gewaltige Unterschied:

Denn wer einen Menschen als „gute Geschäftsware“ bezeichnet, kritisiert nicht das System, er spielt es mit. Er macht sich zum Sprachrohr einer Logik, in der Schwarze Körper bewertet, verschoben, ausgeschlachtet und dann ausgetauscht werden können.

Das ist keine Beschreibung.
Das ist kein analytischer Blick.
Das ist kolonial-rassistische Rhetorik, reanimiert im Sportkommentar.

„Geschäftsware“ ist ein Begriff, der historisch belegt ist. Er wurde verwendet, wenn Menschen versklavt, verkauft und verschifft wurden. Und genau deshalb ist es eine absolute Katastrophe, wenn dieser Begriff heute, 2025!, völlig unreflektiert im öffentlich-rechtlichen Rundfunk ausgesprochen wird.

Vor allem dann, wenn er sich ausgerechnet auf Schwarze Athlet:innen bezieht.
Nicht auf Europäer:innen. Nicht auf die „guten Österreicher mit Bundesheer und Zoll“. Sondern auf die „kenianischen, äthiopischen oder afrikanischen Läufer“, die anscheinend nur durch den Marktwert definiert werden.

Das ist nicht sportlich. Das ist struktureller Rassismus in Reinform.

Inzwischen hat sich der Vienna City Marathon zu Wort gemeldet. Natürlich nicht im Livestream, wo es vielleicht nötig gewesen wäre, sondern später, auf Instagram. Dort lesen wir dann von „Verbindung“, „Vielfalt“, „Respekt“ und einer klaren Ablehnung von Rassismus.

„Seit über 42 Jahren steht der Vienna City Marathon für eine verbindende, friedliche und positive Atmosphäre, die Menschen aus aller Welt zusammenbringt.“

Und

„Wir distanzieren uns ausdrücklich und unmissverständlich von jeder Form von Rassismus.“

Toll. 👏 Nur leider zu spät.
Denn: Worte verlieren ihren Wert, wenn sie erst dann kommen, wenn der Shitstorm rollt.

Wo war diese „unmissverständliche Haltung“, als der Kommentar live im Programm stand?
Warum hat niemand eingegriffen? Warum wurde keine Distanzierung während der Übertragung formuliert?
Warum wurde kein Statement im Nachgang des Livestreams eingeblendet?

So bleibt es bei einer nett formulierten PR-Notbremse, die zwar glänzt, aber nichts repariert. Denn:

Solange rassistische Sprache live durchgeht und unkommentiert bleibt, ist jedes nachträgliche Insta-Zitat über „Zusammenhalt“ nur Kosmetik.

„Vielfalt“ ist eben mehr als ein Hashtag. Es ist eine Haltung, die man vor der Kamera zeigen muss, nicht erst danach im Feed.

Wenn Veranstalter wirklich für Offenheit und Respekt stehen wollen, dann reicht es nicht, auf Instagram bunte Postings zu machen. Dann muss man auch den Mut haben, in dem Moment aufzustehen, wo der Rassismus live reinkommentiert wird.

Was viele immer noch nicht begreifen:
Solche Aussagen verschwinden nicht einfach wieder, wenn die Kamera ausgeht. Sie bleiben nicht auf Sendeminute 53 begrenzt. Sie leben weiter, in Formaten, in denen sie nichts verloren haben, aber umso mehr Schaden anrichten.

Was live im Fernsehen gesagt wird, wird im Internet verwertet.
Nicht reflektiert. Nicht kritisch diskutiert. Sondern ausgeschlachtet.

In Telegram-Gruppen.
In TikTok-Reactions.
In Kommentarspalten unter Sport-Postings.

Und ganz besonders: in den toxischen Tiefen rechter Desinformationsnetzwerke, die genau auf solche Sätze warten, um ihre rassistischen Narrative zu untermauern.

Aus einem „unglücklichen Satz“ wird so in kürzester Zeit eine digitale Waffe:

  • Als Screenshot geteilt, mit zynischen Emojis versehen.
  • Als Video-Clip verkürzt, ohne Kontext, aber mit maximaler Wirkung.
  • Als Zitat instrumentalisiert: „Sogar der ORF sagt’s doch: Schwarze sind Geschäftsware.“

Und genau das ist der Punkt, an dem Mimikama ins Spiel kommt.
Denn wir bei Mimikama kennen dieses Spiel nur zu gut: Ein Begriff geht viral, und mit ihm der ganze Müll, der dranhängt.
Was als „Versprecher“ beginnt, wird online zur „offiziellen Wahrheit“, die dann im Netz ihre Runden dreht, wie ein bösartiger Ohrwurm, der nicht mehr rausgeht.

Und deshalb sagen wir es klar:

Wer im Jahr 2025 Schwarze Sportler:innen im Livestream als „gute Geschäftsware“ bezeichnet, liefert den Content, aus dem digitale Hetze gemacht wird. Solche Sprache ist kein Versehen, sie ist Teil eines Musters. Und dieses Muster wird Tag für Tag in sozialen Netzwerken fortgeschrieben.

Der Begriff „Geschäftsware“ kommt nicht aus dem Nichts. Der fällt nicht einfach so mal eben aus dem Mund.
Er ist das sprachliche Ergebnis jahrhundertealter kolonialer Ideologien, in denen Schwarze Menschen nicht als Individuen galten, sondern als Ressourcen. Als Körper, die zu funktionieren hatten. Zu liefern. Zu rennen. Zu gewinnen. Für wen? Für andere.

Und genau dieses Denken lebt weiter, nicht nur im Sport, sondern auch in der Art, wie darüber gesprochen wird.
Wenn heute ein ORF-Kommentator so redet, zeigt das nicht nur seine persönliche Gedankenwelt,
es zeigt, wie tief diese Entmenschlichung immer noch im gesellschaftlichen Unterbewusstsein verankert ist.

Und nein:

„So war’s doch gar nicht gemeint!“
ist kein Argument.
Denn Sprache wirkt nicht nur über Intention, sie wirkt über ihre Wirkung.

Wer rassistische Begriffe benutzt, reproduziert rassistische Strukturen, egal, ob er es merkt oder nicht.

Natürlich folgt auf jede Kritik dieser Art der reflexhafte Versuch der Verteidigung.
Die Intention sei doch gut gewesen. Es habe sich eben nur um eine „ungeschickte Wortwahl“ gehandelt. Und überhaupt habe der Moderator doch eigentlich auf ein reales Problem aufmerksam machen wollen, nämlich die Ausbeutung afrikanischer Athlet:innen durch westliche Management-Firmen.

Typischer Tenor solcher Kommentare:

  • Der Moderator wollte doch nur auf Missstände hinweisen.
  • Er meinte die Läufer:innen nicht als „Ware“, sondern meinte, dass sie von westlichen Agenturen so behandelt werden.
  • Man dürfe ihn nicht verurteilen, es war nicht bewusst rassistisch gemeint.

Doch genau darum geht es:
🛑 Nicht, ob es bewusst gemeint war, sondern, ob es rassistische Denk- und Sprachmuster reproduziert.

Denn:

Unbewusster Rassismus ist nicht weniger wirksam. Er ist nur schwerer greifbar, und dadurch umso gefährlicher.

Wenn ein öffentlich-rechtlicher Kommentator im Jahr 2025 afrikanische Athlet:innen als „gute Geschäftsware“ bezeichnet, dann ist das nicht einfach ein Versprecher, das ist ein Beleg dafür, wie kolonialistische Sprache in unseren Köpfen überlebt hat.

Es geht nicht um „Cancel Culture“.
Es geht um Reflexion.
Um Verantwortung.
Und darum, die Wirkung der eigenen Worte zu begreifen, besonders, wenn Millionen zuhören.

Was viele unterschätzen: Solche Aussagen verschwinden nicht mit dem nächsten Werbeblock. Sie zirkulieren. Sie mutieren. Und sie werden digital recycelt, bis zur Unkenntlichkeit.
Ein Clip mit „gute Geschäftsware“ landet auf Twitter. Wird auf Telegram aus dem Kontext gerissen. In Foren aufgegriffen. In rassistische Frameings eingebaut. Und plötzlich heißt es: „Seht ihr? Die geben’s doch sogar im Fernsehen zu!“

Genau hier schlägt Mimikama Alarm.
Denn wir erleben täglich, wie aus unbedachten Kommentaren virale Desinformation entsteht. Wie Sprache zu Screenshots wird. Und wie Worte wie „Geschäftsware“ plötzlich als „objektive Beweislage“ herhalten müssen, um Schwarze Athlet:innen zu entmenschlichen, digital, tausendfach geteilt, kommentiert, instrumentalisiert.

Was im ORF vielleicht „nur unglücklich“ formuliert war, wird im Netz zur ideologischen Waffe. Nicht durch die Intention, sondern durch die Wirkung.
Und da hilft kein „So war’s doch gar nicht gemeint“.
Denn das Netz fragt nicht nach Absicht. Es saugt auf, verarbeitet und feuert zurück.

Mimikama versteht sich nicht nur als Faktenchecker-Plattform, sondern als Sprach-Alarmanlage.

Wir zeigen auf, wenn Sprache zur Ausgrenzung wird. Wenn Begriffe Denkweisen verraten. Und wenn Worte zur Rampe für rassistische Narrative werden.

Und genau deshalb ist es so wichtig, solche Aussagen nicht zu verharmlosen, sondern zu benennen. Laut. Öffentlich. Immer wieder. Weil die Sprache nicht nur die Realität beschreibt, sondern sie formt.

Wenn Schwarze Athlet:innen auf ihren wirtschaftlichen Nutzen reduziert und als „gute Geschäftsware“ bezeichnet werden, ist das kein Betriebsunfall in der Wortwahl, das ist ein sprachlicher Totalschaden mit kolonialem Unterbau.

Und wenn das ausgerechnet bei einem Event passiert, der sich mit Werten wie „Vielfalt“, „Respekt“ und „Verbindung“ schmückt, dann hat nicht nur der Sportjournalismus ein Problem, dann hat die gesamte Inszenierung ein Glaubwürdigkeitsproblem.

Ein Marathon soll Menschen verbinden? Schön.
Aber dann lasst uns auch sprachlich auf Augenhöhe sprechen und nicht von oben herab über „Warenwert“.

Vielleicht also nächstes Mal weniger Hochglanz-PR auf Instagram, und stattdessen ein bisschen mehr Haltung. Ein bisschen mehr Sensibilität. Ein bisschen mehr Menschenwürde.

Oder ist das auch „nur ein bisschen negativ ausgedrückt“?

📄 Anhang: Original-Transkript des Kommentars beim ORF (Vienna City Marathon 2025)

00:00:00:00, 00:00:03:02
Unbekannt:

„Interessanter Aspekt, den wir noch nicht erwähnt haben.“

00:00:03:02, 00:00:27:17
Unbekannt:

„Es ist ein Geschäft, das muss man sagen. Und gerade in Europa. Die kenianischen, äthiopischen oder afrikanischen Läufer an sich. Die sind natürlich auch, sag ma mal, gute Geschäftsware, um es jetzt a bisserl negativ auszudrücken. Die versuchen selbst natürlich in die größten Rennen zu kommen, die größten Preisgelder zu erkämpfen und dann eben den nächsten Schritt zu machen. Und das ist alles beinhart gemanagt.“

00:00:27:17, 00:00:53:16
Unbekannt:

„Da geht’s eben um den Profit. Und die Athleten sind natürlich dann diejenigen, die das einbringen müssen. Du musst das auch ein bisschen relativieren. Wir haben auch wieder in Europa, wir haben eine Vereinsstruktur, wir haben teilweise jetzt gute Österreicher, das Bundesheer, die Polizei, den Zoll. Das heißt, du hast ein geregeltes Einkommen. Die sind alle aus dieser Masse darauf angewiesen, Wettkämpfe zu laufen und dort auch Leistung zu bringen.“

00:00:53:16, 00:01:17:07
Unbekannt:

„Nur dann verdienen sie Geld. Und gerade in Europa die kenianischen, äthiopischen oder afrikanischen Läufer an sich. Die sind natürlich auch, sag ma mal, gute Geschäftsware, um es jetzt a bisserl negativ auszudrücken. Die versuchen selbst natürlich in die größten Rennen zu kommen, die größten Preisgelder zu erkämpfen und dann eben den nächsten Schritt zu machen. Und das wird alles beinhart gemanagt.“

00:01:17:07, 00:01:24:23
Unbekannt:

„Da geht’s eben um den Profit. Und die Athleten sind natürlich dann diejenigen, die das einbringen müssen.“


Artikelbild: Haftamu Abadi, VCM 2025 Sieger. VCM / Jenia Symonds


Lesen Sie auch: Rechter Hass im Netz: Wie Rassismus und Hetze zur Normalität werden


Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise)