Unser Kooperationspartner Saferinternet.at weist auf die Tücken von In-App-Käufen hin. Nicht selten erweist sich die kinderleichte Bezahlung als Kostenfalle.
Zum Bezahlen mit Kreditkarte gibt es viele Alternativen: Eine davon ist die eigene Handyrechnung.
In-App-Käufe können auf diese Weise in Online-Spielen wie „Clash of Clans“ von den Jüngsten selbst getätigt werden – meist ohne, dass sie selbst wissen, was sie tun.
Teures Tuning
„Clash of Clans“ oder „Clash Royal“ zählen zu den aktuell beliebtesten Spielen bei Kindern und Jugendlichen.
Damit man dort schnell besser wird, bieten die Spieleentwickler unterschiedliche Möglichkeiten: Eine davon ist, sich virtuelle Juwelen zu kaufen, um bessere Spielkarten zu bekommen oder schnell auf das nächste Level zu springen.
Dass die zusätzlichen Juwelen oder Waffen aber echtes Geld kosten, ist dem Spieler oft nicht bewusst.
Dies ist deshalb der Fall, da die In-App-Käufe schlecht bis gar nicht gekennzeichnet sind und von Spiel zu Spiel variieren, so dass Kinder sie nicht auf den ersten Blick erkennen können.
Ein Klick kann im schlimmsten Fall aber bis zu 100 Euro kosten und die Handyrechnung so leicht auf das Zehnfache ansteigen lassen. Seit einiger Zeit können diese In-App-Käufe direkt über die eigene Handyrechnung bezahlt werden. Es ist also kein Hinterlegen von Kreditkartendaten der Eltern nötig.
Wie genau funktioniert das Bezahlen per Handyrechnung?
Was hinter der Bezahlung via Netzanbieter, auch „Carrier-Billing“ genannt, steckt, ist eigentlich ganz einfach: In vielen App-Stores, wie etwa Google Play, kann der Nutzer kostenpflichtige Apps oder In-App-Käufe über seine Handyrechnung bezahlen.
Der Kaufpreis für die App wird dann mit der nächsten Monatsrechnung beglichen oder bei Prepaid-Nutzern vom aufgeladenen Handy-Guthaben abgezogen. Der Mobilfunkanbieter sorgt dann dafür, dass das Geld beim Appstore-Betreiber ankommt.
Das Verfahren ist vor allem bei Nutzern beliebt, die im Appstore ohne Kreditkarte und Paypal bezahlen möchten. Für Kinder bedeutet diese einfache Bezahlart aber oftmals eine gefährliche Kostenfalle.
Was kann dagegen unternommen werden?
Manche Eltern versuchen den Betrag vom Netzbetreiber zurückzufordern. Die Netzbetreiber leiten die Anfragen jedoch an die Appstores und diese wiederum an die Spieleentwickler weiter, was leider in den seltensten Fällen zu einer Rückerstattung der Geldbeträge führt.
Die Käufe der Spieljuwelen oder -waffen werden als gültiges Geschäft angesehen.
Den Kindern vergeht nach solch horrenden Rechnungen oft die Lust am Spielen. Wir empfehlen den Eltern, sich in Ruhe mit ihrem Kind hinzusetzen und zu besprechen, wie mit der hohen Handyrechnung umgegangen weden soll und wie in Zukunft verhindert werden kann, dass erneut solch hohe Kosten durch In-App-Käufe entstehen.
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