Hat Evan Kilgore Alex Pretti erschossen? Die Wahrheit hinter der falschen Anschuldigung

Falsche Anschuldigung. Ein Unbeteiligter wird öffentlich an den Pranger gestellt.

Die Behauptung

In sozialen Netzwerken heißt es, der Mann, der den 37-jährigen US-Bürger und Intensivpfleger Alex Pretti am 24. Januar 2026 in Minneapolis erschoss, sei ein Border-Patrol-Agent namens Evan Kilgore. Die Posts zeigen ein Foto eines lächelnden Mannes neben einem Bild eines maskierten Bundesbeamten. Die Botschaft ist klar: Kilgore soll der Schütze sein.

Aufgestellt von: Unbekannt

Falsch

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung waren die beteiligten Beamten nicht öffentlich identifiziert. Es gibt keine Belege, die Evan Kilgore mit der Tat verbinden. Das geteilte Foto zeigt einen anderen Menschen. Die Behauptung ist eine Irreführung, die gezielt Misstrauen schürt und eine Privatperson gefährdet.

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Kurz erklärt

Online wird ein Name genannt und mit Bildern verknüpft. Offizielle Stellen haben die Identität der beteiligten Beamten nicht veröffentlicht. Für die Zuordnung zu Evan Kilgore existieren keine überprüfbaren Belege. Die Bildvergleiche liefern keinen Nachweis.

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Hat Evan Kilgore Alex Pretti erschossen? Die Wahrheit hinter der falschen Anschuldigung

Analyse – Die Fakten dahinter

Keine bestätigte Identität der beteiligten Beamten

Öffentliche Behördenangaben zur namentlichen Identifizierung der schießenden Beamten lagen zum relevanten Zeitpunkt nicht vor. Die Behauptung ist damit nachweislich unbelegt.

Fehlende unabhängige Belege

Die Zuschreibung stützt sich auf Social‑Media‑Posts ohne verifizierte Quellen. Belastbare Dokumente oder Bestätigungen von Behörden fehlen.

Unvollständiger Kontext der Ereignisse

Dass es tödliche Einsätze gab, ersetzt keine Identifizierung einzelner Beteiligter. Die zeitliche und sachliche Einordnung der Namen wird verfälscht, indem ungeklärte Informationen als gesichert dargestellt werden.

Zusätzlich zu fehlenden Behördenangaben meldete sich der namentlich genannte Mann selbst öffentlich zu Wort. Evan Kilgore wies die Vorwürfe am 25. Januar 2026 in einem eigenen Beitrag auf der Plattform X ausdrücklich zurück und kündigte rechtliche Schritte wegen Verleumdung an.

Hat Evan Kilgore Alex Pretti erschossen? Die Wahrheit hinter der falschen Anschuldigung
Screensot: X / Evan Kilgore

Bilder ohne Beweiskraft

Die kursierenden Fotos sind falsch zugeordnet. Ein visueller Vergleich liefert keinen Identitätsnachweis; Maskierung und unterschiedliche Bildquellen verhindern eine verlässliche Zuordnung.

Dramatisierende Darstellung

Die Posts arbeiten reißerisch und personalisieren ein ungeklärtes Geschehen, was die Wahrnehmung verzerrt.

Kein belastbarer Hinweis auf Vorsatz

Ein gezielter Vorsatz ist nicht belegbar. Es liegen keine Hinweise auf eine koordinierte oder systematische Desinformationskampagne vor; weitergehende Absichten bleiben offen.

Wirkung & Mechanismus

Die Behauptung wirkt plausibel, weil sie einen Namen und Bilder liefert und so Komplexität reduziert. In emotional aufgeladenen Lagen werden solche Zuordnungen schneller geteilt, auch wenn Belege fehlen.

Fazit

Die Zuordnung des tödlichen Einsatzes zu Evan Kilgore ist unbelegt und falsch; offizielle Identifizierungen liegen nicht vor.

Faktenbarometer

Falsch – Es gibt keine verifizierten Quellen oder Behördenbestätigungen, die Evan Kilgore mit dem Einsatz in Verbindung bringen.

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