Auf Telegram wird verbreitet, dass das schwedische Möbelhaus seine Filialen in Deutschland schließen soll. Doch Berichte in seriösen Medien bleiben aus. – So die Anfrage, die uns über unser Meldeformular erreicht hat.

Warum sollte IKEA Filialen schließen?

Da wir leider keine Screenshots oder Links zur Anfrage erhalten haben, können wir nur ein klein wenig mutmaßen, womit diese Behauptung begründet wird.

Dahinter könnte die Empfehlung des Mittelstandsverbunds ZGV stecken, die am 14. September veröffentlicht wurde.

„Green Monday“ für Möbel- und Küchenhändler

Der ZGV reagierte auf die Energiekrise, und zwar mit einer etwas ungewöhnlichen Maßnahme. So sollten Möbel- und Küchenhäuser, die Mitglieder des ZGV sind, zwischen November 2022 und März 2023 einen „Green Monday“ einführen. „Green Monday“ bedeutet in dieser Empfehlung schlicht und einfach, dass die Geschäfte geschlossen bleiben sollten.

„Durch ein Herunterfahren der Heiz- und Stromsysteme im stationären Handel von Samstagabend bis Dienstagmorgen sollen entsprechende Einsparpotentiale gehoben werden“, heißt es in der Pressemitteilung des ZGV.
Denn „gerade auch der Möbel- und Küchenfachhandel muss auf die explodierenden Energiekosten reagieren“, erklärte Dr. Marc Zgaga, Geschäftsführer „Der Mittelstandsverbund“ und Sprecher der Fachgruppe Möbel und Küche.

IKEA unternimmt eigene Maßnahmen

Das Unternehmen möchte in puncto Nachhaltigkeit eigene Ideen umsetzen, wie ein Sprecher gegenüber der FAZ erklärte. Gasheizungen in den Geschäftsstätten sollen durch Wärmepumpen ersetzt werden, auf den Dächern sollen Photovoltaikanlagen installiert werden, Rolltreppen sollen nur bedarfsweise in Betrieb gesetzt werden. Was zu den Maßnahmen des schwedischen Möbelhauses nicht gehört, ist, einen Tag pro Woche zu schließen.
Auch andere Möbelhäuser zeigen sich laut FAZ nicht begeistert vom Vorschlag des ZGV.

Es handelt sich also lediglich um ein Gerücht. IKEA schließt keine Filialen in Deutschland.

Quelle: ZGV, FAZ

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