Jens Spahn als „Sprachextremist”? Faktencheck zu einem Sharepic mit Jens Spahn.
Derzeit findet man auf Social Media ein Meme, auf dem der Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) abgebildet ist und zwei Sätze zu lesen sind. Aufgrund der Anführungszeichen geht man als Betrachter zunächst von einem Zitat aus. Wie so häufig bei Sharepics und Memes fehlt zum einen der Inhaltliche, aber auch der temporäre Zusammenhang, sowie die Quelle, aus der zitiert wird.
Man liest hier lediglich: „Linksfaschisten verletzen Menschen und skandieren Hass. Und zur Belohnung gibt es eine verständnisvolle Berichterstattung im öffentlich-rechtlichen”
Begeben wir uns auf einen Faktencheck
Hat Spahn das gesagt?
Das Zitat, so wie es formell in Anführungszeichen dargestellt wird, hat Spahn in exakt der Form nie veröffentlicht. Es handelt sich dabei um eine leicht gekürzte und vereinfachte, jedoch sinngemäße Darstellung einer Statusmeldung, die Spahn bereits im Juli 2017 im Kontext des G20 Gipfels in Hamburg veröffentlichte.
Die komplette und unveränderte Aussage lautet: „Erschütternde Szenen aus Hamburg. Diese vermummten Linksfaschisten zerstören die Autos von Familien, Azubis, Bürgern, sie verletzen Menschen und skandieren Hass. Und zur Belohnung gibt es Applaus von den Linken und eine verständnisvolle Berichterstattung im öffentlich-rechtlichen. Ätzend. Die Polizei hat unsere volle Unterstützung verdient, wenn sie darauf mit der nötigen Härte reagiert. Punkt.”
Kritikpunkt „Linksfaschisten”
Der Schwerpunkt dieses Sharepics dürfte jedoch auf dem von Spahn benutzen Begriff „Linksfaschismus” und der angeprangerten Medienberichterstattung liegen. Es handelt sich hierbei um Begriffe und Narrative, die gemäß Presseberichten bis dato eher in rechtsextremen Kreisen genutzt wurden. So gab die Sächsische Zeitung am 08. Juli 2017 in einen dpa-Bericht wieder:
Bisher nutzten primär Neo-Nazis und sonstige Rechtsextreme den Begriff „Linksfaschisten“ zur Titulierung von Antifa und Links-Autonomen. Mit dem Facebook-Post von Jens Spahn hält der Begriff erstmals öffentlich Einzug in den Sprachgebrauch einer etablierten Partei.
In dieser Berichterstattung wurde Spahn als „Sprachextremist” betitelt.
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