Seit Jahren taucht – in etwa zur selben Zeit – immer wieder das gleiche Bild in den sozialen Netzwerken auf. Es geht dabei um einen angeblichen Elternbrief über Brausepulver.
Es geht dabei um dieses Bild, das immer wieder neu geteilt wird:
Screenshot by mimikama.org
Diese Nachricht kommt von den Schulen. Es sollen so viele wie möglich informiert werden. Bitte weiter schicken.
!! ACHTUNG !!
SCHÜTZT UNSERE SCHÜLER
Es gibt leider wieder einmal eine neue Droge auf dem Markt. Das Gefährliche daran ist, dass sie aussieht wie ein Brausepulver:
Bei diesem Pulver handelt es sich um Cristal Meth mit verschiedenen Geschmacksrichtungen (Erdbeere, Wassermelone etc.)
DIESE DROGE MACHT NACH DER ERSTEN EINNAHME SOFORT ABHÄNGIG UND KANN TÖDLICH SEIN
Der Faktencheck
Bereits im Jahre 2012 machte diese Behauptung die Runde und verunsicherte viele Eltern auf Facebook.
Ist das ein authentischer Elternbrief?
Nein. Dass es sich hierbei um einen realen Elternbrief handelt, können wir noch immer nicht bestätigen.
Zum einen wurde das “Tötlich” mit einem Kugelschreiber auf “Tödlich” ausgebessert und zum anderen erkennt man keine Anschrift der Schule bzw. kein Datum, keinen Stempel und / oder Unterschrift.
Das alles macht keinen besonders seriösen Eindruck.
Woher stammt diese Behauptung?
Begonnen hat alles in den USA im Jahre 2007. Zumindest ist seit mindestens dem Jahre 2007 dieser Brief in Umlauf und stellt eine Anhäufung von Halbwahrheiten dar.
Denn entstanden ist er aus dem Hoax der “Strawberry Quick Methamphetamine Warning”.
Unsere Kollegen von Snopes haben ausführlich darüber berichtet.
Der Absender damals: “Memorial Physican Services”
Die veröffentlichten daraufhin eine Stellungnahme und aufklärten, dass es sich bei diesem Schreiben um einen FAKE handelt, welcher nicht von Ihnen stammt:
Quelle: mimikama
2012 schaffte der Hoax es in den deutschsprachigen Raum und wurde damals so geteilt:
Quelle: mimikama
Auszug aus der “Hannoversche Allgemeinen Zeitung” (HAZ.de) vom 13.9.2013
An weiterführenden Schulen in der Stadt Wunstorf stehen die Telefone nicht still. Besorgte Eltern wollen wissen, was die Schulleitungen gegen angeblichen Drogenhandel unternehmen.
Anlass sind Mitteilungen und Warnungen auf Facebook, die die Schüler auch untereinander weitergeben.
„Alle Leute, die auf die Otto-Hahn-Schule, egal was für ein Zweig, gehen, sollten aufpassen! Es geht in der Schule eine Droge rum, die aussieht wie Pop Rocks und riecht wie Erdbeer Meth! Sie heißt Strawberry Quick! Nehmt von niemandem diese ,Süßigkeit‘ an! Strawberry Quick bekannt als Crystal Meth kann auch tödlich sein“, heißt es dort.
Schulleiterin Helga Radtke und ihre Kollegen nehmen Drogenwarnungen zwar stets ernst.Doch in diesem Falle handelt es sich laut Polizei um eine Falschmeldung.
Der Text ist eine Übersetzung aus dem Englischen und geistert seit 2007 im Internet herum.
Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum. Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG). Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein. (Mehr zur Arbeitsweise)
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