Kein Fake: Rettungskräfte in Australien sollen Tierbabys töten

Autor: Ralf Nowotny


Liebe Leserin, lieber Leser,

jeden Tag strömt eine Flut von Informationen auf uns ein. Doch wie viele davon sind wirklich wahr? Wie viele sind zuverlässig und genau? Wir bei Mimikama arbeiten hart daran, diese Fragen zu beantworten und dir eine Informationsquelle zu bieten, der du vertrauen kannst.

Aber um erfolgreich zu sein, brauchen wir deine Hilfe. Du hast es in der Hand, eine Welt voller vertrauenswürdiger Informationen zu schaffen, indem du uns jetzt unterstützt. Jede Unterstützung, ob groß oder klein, ist ein wichtiger Beitrag zu unserer Mission.

Werde Teil einer Bewegung, die sich für die Wahrheit einsetzt. Deine Unterstützung ist ein starkes Signal für eine bessere Informationszukunft.

❤️ Herzlichen Dank

Du kannst uns entweder via PayPal oder mittels einer Banküberweisung unterstützen. Möchtest Du uns längerfristig unterstützen, dann kannst Du dies gerne mittels Steady oder Patreon tun.


Kein Fake: Rettungskräfte in Australien sollen Tierbabys töten
Artikelbild: Shutterstock / Von Sebw

Jedem Tierfreund wird bei der Überschrift das Herz bluten, doch wird dies auch durchgeführt?

Bei mehreren Anfragen an uns geht es um Tierbabys in Australien, die getötet werden sollen. Insbesondere wenn Artikel darüber auf kleineren Seiten stehen, der Autor nicht genannt wird und der Text auch nur recht kurz ist, fragen sich viele Leser, ob ein Artikel der Wahrheit entspricht.
Konkret bekamen wir Anfragen zu einem Artikel der Seite „miss.at„:

Die Anfrage zu getöteten Tierbabys in Australien
Die Anfrage zu getöteten Tierbabys in Australien

[mk_ad]

Ein Ratschlag der Regierung

Wie unter anderem der „Stern“ berichtet, rät die Regierung des Bundesstaates Victoria in Australien den Einsatzkräften tatsächlich, Jungtiere, zu töten, wenn sie aufgefunden werden. So sieht ein Papier von 2018, welches den Umgang mit Wildtieren im Fall von Buschfeuern regelt, vor, dass die Pflege verwaister Tiere häufig vorkommender Arten wie Kängurus und Koalas, die sich nicht selbst versorgen können und auf die Muttermilch angewiesen sind, sehr langwierig und aufwändig sei und deshalb nicht unterstützt werde.

Desweiteren werden Euthanasie-Methoden für die Tiere erläutert, wozu tödliche Injektionen, stumpfe Gewalteinwirkung und Erschießen gehören. Im gleichen Dokument wird aber auch erläutert, wie solche Jungtiere aufzuziehen sind.

Aufregung bei den Wildhütern

Auch in Australien wird dieser Ratschlag nicht mit einem Schulterzucken aufgenommen, wie „Yahoo News Australia“ berichtet. In ganz Australien werden verwaiste Koalas und Kängurus erfolgreich von Wildhütern aufgezogen, zumeist mit Produkten von Wambaroo, die speziell Michprodukte für junge Koalas und Kängurus zur Aufzucht herstellt.

Für die Wildhüter klingt somit der Ratschlag der Regierung wie ein Hohn, á la „Von diesen Tieren gibt es genug, die müssen nicht gerettet werden“, insbesondere wenn es sich um gesunde, lebensfähige Jungtiere handele und besonders Koalas ohnehin eher kurz vor der Ausrottung stehen.

Wieviele Tiere wurden schon erschossen?

Diese Zahl ist bisher unbekannt. Ein Sprecher des Umweltministeriums von Victoria sagte gegenüber „Yahoo News Australia“, dass die 2018 herausgegebenen Richtlinien auch keine Anweisungen seien, sondern „offen für Interpretationen“, jeder Helfer müsse selbst je nach Zustand eines Jungtieres entscheiden, ob es gerettet oder euthansiert werden solle.

[mk_ad]

Fazit

Tatsächtlich rät die Regierung Victorias dazu, Jungtiere zu erschießen. Ob und wie stark das bereits umgesetzt wurde, ist offen, da es sich auch nicht um eine Anweisung, sondern um einen Ratschlag handelt. Die Umsetzung ist jedem Retter selbst überlassen.

Artikelbild: Shutterstock / Von Sebw

Auch interessant:


Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.


2) Einzelne Beiträge (keine Faktenchecks) entstand durch den Einsatz von maschineller Hilfe und
wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)


Mit deiner Hilfe unterstützt du eine der wichtigsten unabhängigen Informationsquellen zum Thema Fake News und Verbraucherschutz im deutschsprachigen Raum

INSERT_STEADY_CHECKOUT_HERE

Mehr von Mimikama