Langzeitschäden durch das Tragen von Atemschutzmasken durch Studie nicht belegt

Eine neue Studie liefert keine Beweise für Langzeitschäden durch das Tragen von Masken.

Die Behauptung

Eine neue Studie soll angeblich Langzeitschäden durch toxische Inhaltsstoffe beim Tragen von Masken belegen.

Aufgestellt von: Unbekannt

Faktencheck: Richtig

Die zitierte Studie liefert keinen Beweis für Langzeitschäden durch Masken. Experten und zahlreiche Studien bestätigen, dass korrekt getragene Masken unschädlich sind und vor Viren schützen.

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Während der Pandemie haben sich Masken als wirksames Mittel zur Eindämmung des Coronavirus erwiesen. Dennoch kursieren immer wieder Gerüchte und Fehlinformationen über angebliche Gesundheitsrisiken durch das Tragen von Masken. Aktuell behaupten Nutzer in sozialen Medien, eine neue Studie zeige Langzeitschäden durch toxische Inhaltsstoffe in den Masken. Dies ist jedoch irreführend.

Gerüchte/Behauptungen zum Tragen von Masken

In zahlreichen Facebook-Posts von Anfang Mai 2024 wird behauptet, eine neue Studie belege Langzeitschäden durch toxische Inhaltsstoffe beim Tragen von Masken. Ein weit verbreiteter Post zeigt zwei Personen mit Gesichtsmasken und das Logo des österreichischen Blogs „tkp“. In den Kommentaren äußern sich User besorgt über mögliche Gesundheitsgefahren, wie z.B. das Risiko von Lungenkrebs.

Screenshot der Behauptung auf Facebook (hier archiviert)
Screenshot der Behauptung auf Facebook (hier archiviert)

Bewertung

Die Behauptung basiert auf einem Artikel des Blogs „tkp„, der eine Studie auswertet. Diese Studie untersucht jedoch nur mögliche Schadstoffbelastungen durch die Masken und liefert keine eindeutigen Belege für Langzeitschäden. Auch Experten betonen, dass Masken bei richtiger Anwendung sicher und wirksam vor Viren schützen.

Die Fakten

Die zitierte Studie mit dem Titel „Wearing face masks as a potential source for inhalation and oral uptake of inanimate toxins – A scoping review“ wurde am 15. April 2024 veröffentlicht. Sie untersucht Masken als mögliche Quelle für die Aufnahme von Toxinen, liefert aber keine Beweise für langfristige Gesundheitsprobleme.

Der Blog „tkp“ beschreibt, dass die Studie 1003 andere Studien gesichtet und 24 davon ausgewertet hat, die sich mit dem Gehalt und der Freisetzung von Giftstoffen in Masken beschäftigen. Es wird jedoch nur auf mögliche negative Auswirkungen hingewiesen, ohne konkrete Schlussfolgerungen zu ziehen.

Experten sehen keine Gefahr durch Masken

Oliver Licht vom Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin erklärte, dass es keine Erkenntnisse über gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe in FFP2-Masken gebe. Nicole von Maltzahn von der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie betonte, dass entsprechend geprüfte Masken seit Jahrzehnten sicher verwendet werden.

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Fazit

Für die Wirksamkeit von Masken zum Schutz vor Viren gibt es zahlreiche wissenschaftliche Belege. Das Robert Koch-Institut weist darauf hin, dass richtig getragene Masken auch in Innenräumen vor Infektionen schützen können. Eine Studie des Max-Planck-Instituts zeigt, dass medizinische Masken das Infektionsrisiko deutlich senken.

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Quelle: afp


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