Ein Kettenbrief mit der Nummer 515250700 aus Polen sorgt im Moment für Aufruhr in den sozialen Medien – was steckt wirklich hinter diesem Aufruf?

Viele, viele Anfragen flattern aktuell zu folgendem Statusbeitrag bei uns herein. Mit dabei diese ominöse Telefonnummer: 515250700

Kettenbrief als Statusbeitrag auf Facebook. / Screenshot by mimikama.org
Kettenbrief als Statusbeitrag auf Facebook. / Screenshot by mimikama.org

Bitte schicke das weiter zu möglichst viellen Personen: für ein Leukämie krankes Kind dringen wurd Blut B-Rh(-)gebraucht; sehr seltene Blut Gruppe. Kontakt: 515250700…

Es geht um ein angeblich an Leukämie erkranktes Kind, das dringend eine Blutspende einer sehr seltenen Blutgruppe benötige. Als Kontakt wird eine Telefonnummer sowie ein polnischer Name angegeben.

Die Nachricht wird über Facebook, WhatsApp, aber auch per SMS und Email verschickt.

Viele Nutzer fragen sich, ob es sich hier um einen Fake handelt bzw. Betrug und die Antwort dazu lautet:

Es handelt sich um einen Kettenbrief!

Faktencheck

Die Originalnachricht stammt aus Polen.

Laut ddwloclawek.pl resultierte der Kettenbrief aus einem echten Aufruf.

2015 berichtete Gazeta Wyborcza über ein 9-jähriges Mädchen, das an Leukämie erkrankt war. Ihre Eltern starteten den Aufruf, um einen Spender mit der seltenen Blutgruppe B RH- zu finden, was ihnen sehr schnell gelang.

Irgendjemand nutzte jedoch diesen Aufruf, um einen Kettenbrief zu generieren, der bis heute geteilt wird und es sogar in den deutschsprachigen Raum schaffte.

Die Informationen über das leukämiekranke Mädchen sind also nicht mehr aktuell und wer heute unter der angegebenen Nummer anruft, muss mit Zusatzkosten rechnen. Denn im Originalaufruf waren diese Nummer sowie dieser Name nicht enthalten. Wohl aber der Name des behandelnden Krankenhauses.

Nichts destotrotz erfüllt diese Nummer 515250700 nicht den suggerierten Sinn, wie Nieznany numer ebenfalls zeigt.

Ergebnis:

Bei diesem Aufruf handelt es sich um einen mutierten Kettenbrief aus dem Jahre 2015!

Wer unter der Nummer anruft, erhält keine Informationen zu dem Kind oder darüber, Spender werden zu können. Im Gegenteil, der Anruf kann teuer zu stehen kommen.

Zudem stammt das Original aus Polen und ist NICHT aktuell!


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