KI-Deepfakes wirbelt die politische Landschaft Österreichs durcheinander und sorgt für Unruhe vor den Nationalratswahlen im Herbst 2024. Der Einsatz von KI-generierten „Deepfakes“ und massenhafter Fake-Werbung auf Plattformen wie Facebook ist mittlerweile an der Tagesordnung. Der 29. September 2024 markiert den nächsten entscheidenden Wahltermin, bei dem Bürgerinnen und Bürger ihre Stimme abgeben sollen. Aber kann man diesen Prozess noch als sicher bezeichnen?
Die drohende Gefahr durch KI-Deepfakes und KI-Fälschungen
Der Einsatz von Deepfake-Technologie hat in den vergangenen Jahren drastisch zugenommen. Diese künstlich erzeugten Inhalte manipulieren das Aussehen und die Stimme von Personen in Videos, um sie authentisch wirken zu lassen. In einem Wahljahr wie 2024 ist die Verbreitung solcher Technologien besonders gefährlich. Sie können nicht nur das Vertrauen der Wähler in die Wahlintegrität untergraben, sondern auch das politische Klima destabilisieren.
Die Macht der Fälschungen im Netz
Im Superwahljahr 2024 sind soziale Medien voll von KI-generierten Bildern, KI-Deepfakes, Videos und massenhafter Fake-Werbung, die sich gezielt gegen Politiker richtet. Während einige dieser Inhalte offensichtlich als Satire oder Scherz erkennbar sind, sind andere so gut gemacht, dass sie leicht als echt durchgehen könnten. Diese „Softfakes“ können subtile Veränderungen an der Mimik oder den Aussagen von Politikern vornehmen, um die öffentliche Meinung zu beeinflussen.
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Manipulationsversuche werden immer perfider
Es ist schwer, die genaue Anzahl der Menschen zu bestimmen, die auf solche Deepfakes hereinfallen. Dennoch ist klar, dass diese Versuche immer raffinierter und schwerer zu erkennen werden. Die wachsende Perfektion der KI-Technologie macht es für die Wähler zunehmend schwierig, zwischen wahrer Berichterstattung und Manipulation zu unterscheiden. Dies stellt eine ernsthafte Bedrohung für den demokratischen Prozess dar, da die Bürger möglicherweise auf falsche Informationen hereinfallen und dadurch ihre Wahlentscheidungen beeinflusst werden.
Wie können wir uns schützen?
Mimikama warnt ausdrücklich vor diesen Gefahren und fordert alle Internetnutzer auf, kritisch zu hinterfragen, was sie online sehen. Es ist unerlässlich, die Quelle von Informationen zu überprüfen und bei Zweifeln nach verlässlichen Bestätigungen zu suchen. Zudem sollten Plattformen wie Facebook und Co. stärker in die Verantwortung genommen werden, um die Verbreitung solcher Fälschungen zu verhindern.
Deepfakes – Die Bedrohung der Wahrheit – Andre Wolf von Mimikama (Skepkon 2024)
Mimikama-Hinweis: Desinformation geht auch ganz ohne KI
Während KI-Deepfakes und manipulative Technologien im Fokus der öffentlichen Diskussion stehen, sollten wir nicht vergessen, dass Desinformation auch auf traditionelle Weise verbreitet werden kann – ganz ohne den Einsatz von KI. Falschnachrichten, irreführende Überschriften und gezielte Manipulationen von Fakten sind weiterhin alltägliche Mittel, um die öffentliche Meinung zu beeinflussen.
Traditionelle Methoden der Desinformation:
- Clickbait-Überschriften: Reißerische Überschriften, die oft nicht den wahren Inhalt eines Artikels widerspiegeln, dienen dazu, Aufmerksamkeit zu erregen und Klicks zu generieren. Leser sollten immer den gesamten Artikel lesen und nicht nur auf die Überschrift vertrauen.
- Halbwahrheiten: Teilweise korrekte Informationen, die bewusst aus dem Zusammenhang gerissen oder unvollständig dargestellt werden, um eine bestimmte Narrative zu fördern.
- Gerüchte und Spekulationen: Die Verbreitung von unbestätigten Informationen und Spekulationen kann schnell zu Missverständnissen und falschen Überzeugungen führen.
- Manipulierte Statistiken: Die selektive Präsentation oder Verzerrung von Statistiken kann den Anschein von Legitimität erwecken, während sie in Wirklichkeit irreführend sind.
Was können Sie tun?
- Fakten prüfen: Verlassen Sie sich nicht auf die erste Quelle, die Ihnen begegnet. Suchen Sie nach mehreren Quellen, die dieselbe Information bestätigen.
- Hinterfragen Sie die Absicht: Überlegen Sie, wer von der Verbreitung bestimmter Informationen profitieren könnte und ob es eine Agenda gibt, die gefördert wird.
- Aufbau von Medienkompetenz: Bleiben Sie wachsam und bilden Sie sich kontinuierlich weiter, um die Techniken der traditionellen Desinformation zu erkennen und zu hinterfragen.
- Vertrauenswürdige Quellen wählen: Konsumieren Sie Nachrichten von etablierten und renommierten Medien, die für ihre sorgfältige Recherche und Faktenprüfung bekannt sind.
Indem wir uns der Gefahr bewusst bleiben, die von traditioneller Desinformation ausgeht, und nicht nur auf KI-generierte Inhalte fokussieren, können wir besser vorbereitet sein, um in einer zunehmend komplexen Informationslandschaft die Wahrheit von der Lüge zu unterscheiden.
Fazit: Der Wahlkampf in Österreich steht vor einer großen Herausforderung. Die Verbreitung von KI-Deepfakes und massenhafter Fake-Werbung bedroht nicht nur die Integrität der Wahlen, sondern auch das Vertrauen der Bürger in den demokratischen Prozess. Es ist unerlässlich, dass sowohl die Wähler als auch die Plattformen wachsam bleiben und sich aktiv gegen die Verbreitung von Falschinformationen stellen. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Wahl im Herbst 2024 fair und transparent abläuft.
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2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)

