Auf dieser Facebook-Seite werden die von dir hochgeladenen Kinderfotos geteilt – und das ganz legal.

Auf Little Prince & Little Princess findet man kunterbunte Kinderfotos, doch die Kommentare verraten, dass es sich hier nicht um gewollt geteilte Beiträge handelt.
Zornige, schockierte, aufgebrachte Kommentare von Eltern, die ihre Kinder wiedererkennen, finden sich unter den Bildern. Denn diese Seite teilt öffentlich hochgeladene Kinderbilder von Eltern, die Facebook nutzen.
Sprich: Ein unbedarfter Nutzer lädt ein Foto von seinem Kind auf der eigenen Facebook-Seite hoch. Dies macht er aber nicht wirklich im Privaten, sondern belässt die Einstellung auf “Öffentlich” und schwups, können andere die Fotos munter weiterteilen.
Empören sich die Eltern danach via Kommentar oder privater Nachricht und drohen mit einer Anzeige, schauen sie schlussendlich in die Röhre, denn das Teilen von Beiträgen auf Facebook ist absolut legal – auch bei Fotos von den eigenen Kindern auf fremden Seiten.
Diese Beiträge sehen dann in etwa so aus:
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Quelle: Facebook / Screenshot Mimikama

Wer soll das sehen?

Schnell stellt sich die Frage, warum diese Seite so unangreifbar ist.
Nachdem hier kein Re-Upload, keinerlei Veränderung und auch keine abwertenden Kommentare zu finden sind, wird weder das Urheberrecht verletzt noch werden die Persönlichkeitsrechte gebrochen.

Little Prince & Little Princess macht also nichts anderes als einfach Facebook-Beiträge zu teilen und zeigt damit, was passiert, wenn man seine Privatsphäreeinstellungen auf “Öffentlich” belässt.
Da hilft kein Wettern und kein Gezeter, man muss schlicht und ergreifend nur einen einzigen Handgriff ausführen.
Nämlich:
[vc_message message_box_color=“green“ icon_fontawesome=“fa fa-check“]Die Privatsphäreeinstellung auf “Freunde” umstellen![/mk_info]
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Quelle: Facebook / Screenshot Mimikama

Warum macht diese Seite das überhaupt?

Die Motive der Seite sind natürlich nur spekulativ zu beantworten. Zum einen könnten sie tatsächlich ein Interesse daran hegen, Eltern wachzurütteln.
Mit dem Teilen der Kinderbilder durch Fremde könnten die Fotos natürlich auch dort landen, wo man sie überhaupt nicht wissen möchte. Sei es auf kinderpornografischen Seiten oder als Mittel zum Identitätenklau.
Andererseits gibt es genug Trolle im Internet, die andere ärgern wollen und sich daran ergötzen, wenn sich andere bis aufs Blut aufregen.
Denn als Kommentator sollte man sich bewusst sein, dass man diese Bilder nicht blindlings kommentieren sollte. Persönlichkeitsverletzende Kommentare sind nämlich natürlich nicht erlaubt.

Was kann ich als Elternteil besser machen?

Vor allem im Internet sollte man nach dem Motto “Vorsicht ist besser als Nachsicht” leben. Jedem Elternteil bleibt natürlich selbst überlassen, ob es Bilder seiner Kinder auf Facebook posten möchte oder nicht.
Trotzdem hilft die Privatsphäreneinstellung dabei, solchen Situationen vorzubeugen.
Denn bedenke:

Informationen, die du öffentlich teilst: Wenn du Informationen „Öffentlich“ teilst (z. B. wenn du in der Zielgruppenauswahl „Öffentlich“ auswählst), werden diese als öffentliche Informationen betrachtet. Wenn du etwas teilst und keine Zielgruppenauswahl oder eine andere Privatsphäre-Einstellung angezeigt wird, sind diese Informationen ebenfalls öffentlich.[1]

Und auch:

Personen, die nicht bei Facebook angemeldet sind, können dennoch Dinge sehen, die du mit dem öffentlichen Publikum geteilt hast, wie auch deine öffentlichen Informationen (z. B. deinen Namen, dein Profilbild, dein Titelbild, dein Geschlecht und deine Netzwerke).[2]

Es liegt also in der Verantwortung jedes einzelnen, Kinder (seien es eigene oder fremde) vor Missbrauch jeglicher Art zu schützen! Bitte überlegt genau, WEM ihr Bilder eurer Kinder und ihrer Freunde zeigen möchtet. Achtet auf eure Privatsphäreeinstellungen! IMMER!


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Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)