Kindesmissbrauch "live" per Webcam
Autor: Janine Moorees
Wiesbaden – Die Staatsanwaltschaft Traunstein und das Bundeskriminalamt haben am 01.08.2017 einen 48-jährigen Beschuldigten aus dem Landkreis Altötting festgenommen, der des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern sowie der Verbreitung, des Erwerbs und des Besitzes kinderpornografischer Schriften dringend verdächtig ist.
Der zugrunde liegende Sachverhalt betrifft den noch neuen Modus Operandi des „Webcam Child Sex Tourism“. Dabei werden Kinder sexuell missbraucht, während der zahlende Kunde das Geschehen im Ausland mittels Webcam „live“ beobachten und sowohl dem Täter als auch dem Kind Handlungsanweisungen geben kann.
Der Kunde macht sich beim „Webcam Child Sex Tourism“ aufgrund der Einflussmöglichkeiten auf Missbraucher, Opfer und das konkrete Geschehen (als Anstifter) in gleichem Maße strafbar wie der Missbraucher vor Ort.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Traunstein erließ das Amtsgericht Traunstein bereits im Vorfeld einen Haftbefehl gegen den 48-Jährigen. Die Wohnungsdurchsuchung führte zur Sicherstellung von Beweismaterial.
Der Beschuldigte wurde heute dem Haftrichter vorgeführt. Dieser hat den Vollzug der Untersuchungshaft angeordnet.
Der Festnahme waren umfangreiche Ermittlungen des Bundeskriminalamts vorausgegangen.
Zum laufenden Ermittlungsverfahren können keine weiteren Informationen erteilt werden.
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