Wir haben vermehrt Anfragen zu einem Beitrag bekommen, der seit einiger Zeit durch die sozialen Medien geistert.
Darin äußert sich angeblich ein erfahrener Metzger darüber, dass Krebs, der in einem Stück Fleisch entdeckt wird, lediglich herausgeschnitten wird und dann das Fleisch in den Verkauf kommt.

Bereits seit November 2017 kursiert in sozialen Netzwerken ein Artikel über Fleisch von krebskranken Schweinen, die zum Verkauf stehen.
Es fehlen jedoch entscheidende Informationen, zum Beispiel bleibt der Name des Enthüllungsmetzgers ein gut behütetes Geheimnis ebenso wie seine Nationalität oder die Metzgerei, in der er arbeitet oder gearbeitet hat.
Was wir haben ist ein Bild von einem Stück Fleisch mit einer zugegeben ziemlich unappetitlich aussehenden Verfärbung – Krebs?
Didier Delzescaux, Direktor der Inaporc (Verband von Fachleuten der Schweineindustrie) sagt dazu, dass es sich um einen Abszess handelt und nicht um Krebs, Krebserkrankungen sehen anders aus.
Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass der Verkauf von Fleisch mit Abzsessen ebenfalls verboten ist und nicht, wie der Bericht dann bei adäquater Anwendung vermuten lassen könnte, zur Norm gehört. Wenn bei einem geschlachteten Tier jedoch Spuren von Krebs nachgewiesen werden, geht der Kadaver umgehend in die Tierkörperverwertung und wird dort beseitigt.
Die strengen europäischen Kontrollen verhindern, dass die im Artikel vorgegebene Situation eintritt oder sollten den Eintritt zumindest deutlich erschweren.
Außerdem ist Krebs nicht ansteckend, die Behauptung durch den Verzehr würde man Krebs bekommen können, ist schlichtweg falsch. Krebszellen würden den aggressiven Verdauungsvorgang im menschlichen Körper nicht überstehen.
Krebs entsteht, wenn sich Zellen in unserem Körper durch eine DNA Mutation beginnen unkontrolliert zu vermehren. Unser Immunsystem hat hiermit Probleme, da es sich immer noch um körpereigene Zellen handelt. Körperfremde Krebszellen würden aber umgehend vom Immunsystem aufgespürt und bekämpft werden.
Quelle: hoax-net.be
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