Die Behauptung
In sozialen Medien kursiert ein Video, das angeblich ein PR-Desaster im ukrainischen Fernsehen zeigen soll: Im Hintergrund eines Berichts sind mehrere Leichensäcke zu sehen, doch plötzlich bewegt sich einer davon. Der Clip soll angeblich beweisen, dass die Toten des Ukraine-Kriegs in Wahrheit Schauspieler sind.
Aufgestellt von: Twitter
Faktencheck: Falsch
Falsch! Das Video zeigt keine Ukraine-Toten, sondern eine Klima-Demo in Wien.
Kurze Faktenübersicht:
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Das Video stammt aus Wien und zeigt eine Protestaktion von Fridays for Future am 4. Februar 2022.
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Aktivist:innen lagen in Leichensäcken, um auf Klimatote aufmerksam zu machen.
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Die Szene wurde von österreichischen Medien wie oe24.at gefilmt und veröffentlicht.
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Das Video wurde irreführend als ukrainische Nachrichtensendung ausgegeben.
Genauso wie unsereiner zumeist nicht unterscheiden kann, ob eine Sprache in Wort und Schrift indisch, thailändisch, chinesisch oder japanisch ist, so kann aus deren Sicht nur schwer unterschieden werden, ob in einem Bericht deutsch oder ukrainisch geschrieben und gesprochen wird.
Und dann kann es auch mal passieren, dass geglaubt wird, im ukrainischen TV sähe man Säcke mit Leichen, von denen sich aber plötzlich eine bewegt.
Leichensäcke: Die Behauptung
Mehrere Accounts auf Social Media scheinen nicht so recht zu glauben, dass es einen Krieg in der Ukraine gibt. Es wird von einem PR-Desaster geschrieben, der im ukrainischen Fernsehen stattgefunden habe. Angeblich wären die Toten im Ukraine-Krieg nur Schauspieler, was ein Video beweisen soll.
In diesem Video sehen wir einen jungen Mann. Hinter ihm Leichensäcke. Doch hoppala, in diesen Säcken herrscht Bewegung. Ist das der Beweis für einen Medienfake?

Die Auflösung
Im Tweet im obigen Screenshot (mittlerweile gelöscht) konnte man es erkennen: Es handelte sich um eine Demo gegen Klimapolitik in Wien! Das komplette Video hier:
Das Video stammt vom 4. Februar 2022 und zeigt 49 Aktivisten von Fridays for Future, die symbolisch in Leichensäcken liegen. Auf der Facebookseite von Fridays for Future Vienna finden sich noch mehr Fotos der Aktion.
Fazit
Je weiter man von einem Ort entfernt lebt, umso eher ist man dazu geneigt, auch skurrilste Falschbehauptungen zu glauben. Sprachbarrieren sind dabei das geringste Übel, doch zeigt sich hier sehr gut, dass keine Sprachkenntnisse leicht zu Falschbehauptungen führen können.
Weitere Quelle: Boom
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Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
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