„Sie bekommt für jedes geteilte Bild im Messenger einen Dollar für ihre dingend benötigte Nierentransplantation”
So beginnt ein Nachricht, die im Moment immer und immer wieder über den Facebook-Messenger von Nutzer zu Nutzer gesendet wird. Weiter heißt es im Text: “Sie ist das Nachbarskind einer lieben Freundin aus Amerika. Bitte teilt es!” (Was? Das Nachbarskind?)
Sorry für dieses Sarkasmus, aber was anderes fällt uns bald auch nicht mehr ein, denn zum einen haben wir schon einige Male über dieses Mädchen berichtet und zum anderen sind wir von Mimikama nur mehr verwundert darüber, warum Menschen immer wieder neue Geschichten erfinden und Kinderbilder für Ihre Zwecke (welche auch immer das sein mögen) missbrauchen.
Es handelt sich dabei um diese Nachricht:

Das stimmt alles nicht!
Das ganze ist nicht mehr als ein schlechter Scherz und ein ziemlicher schlechter auch noch, denn das Mädchen auf dem Bild ist wirklich krank. Sie brauchte nämlich im Jahre 2017 eine Stammzellentransplantation, da sie Leukämie hat und keine Nierentransplantation, so wie in der Nachricht angegeben. Zudem kann es kein “Nachbarskind einer lieben Freundin aus Amerika” stammen, denn das Mädchen, sie heißt im übrigen Aninha, kommt aus Brasilien.
Mit dem selben Bild wurden Einwohner aus Curitiba und Umgebung dazu aufgefordert, im örtlichen Krankenhaus Blut zu spenden, um passende Spender*innen zu finden.
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Bereits 2017 kursierte dieses Bild auf sozialen Medien. Es wurde auf Spanisch behauptet, dass dem abgebildeten Mädchen $0,10 für jede Weiterleitung zugute kämen.
Dabei wurde das Foto nicht nur auf Facebook geteilt, sondern verbreitete sich ebenfalls rasant über WhatsApp – hier dürfte man bereits stutzig werden, denn die Anzahl von Weiterleitungen und Verteilungen eines Bildes auf WhatsApp lässt sich nicht erfassen.
Ergebnis:
Wie so oft im Internet, wurde auch hier ein Foto zweckentfremdet. Die wahre Geschichte hinter diesen gestohlenen Fotos bleibt oft verborgen und die Beitragsersteller setzen die Nutzer emotional unter Druck, indem sie behaupten, dass der Nutzer etwas Gutes tun könne, indem er einfach nur zwei Klicks macht.
So einfach ist es im wahren Leben dann doch nicht. Wer sicher gehen möchte, dass seine Spende wirklich dort ankommt, wo sie tatsächlich gebraucht wird, sollte sich an offizielle Stellen wenden.
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Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)

