Mail der „Polizei Berlin“: Schlecht gemachte Fälschung mit krassen Drohungen

Eine E-Mail voller Fehler und Drohungen, die Angst verbreiten und Druck aufbauen soll.

Die Behauptung

Eine E-Mail, angeblich von der „Direktion Berlin“, soll den Empfängern vorgaukeln, sie seien Gegenstand ernsthafter Ermittlungen, und droht sogar mit einem Haftbefehl, wenn man nicht innerhalb von 72 Stunden reagiert.

Aufgestellt von: Gefälschte E-Mail Polizei

Falsch

Die angebliche E-Mail von Polizeibehörden ist eindeutig ein Betrugsversuch. Die zahlreichen Fehler und absurden Drohungen zeigen, dass hier Kriminelle am Werk sind, die mit gefälschten Behauptungen Druck ausüben wollen.

  • Gefälschter Absender: Die E-Mail wird von einer web.de-Adresse gesendet – keine Behörde würde eine solche Domain verwenden.
  • Unrealistische Vorwürfe: Im Schreiben wird behauptet, der Empfänger sei in verschiedene schwere Straftaten verwickelt – ohne konkrete Details.
  • Offensichtliche Fehler: Unpassende Titel und Namen zeigen klar, dass diese E-Mail nicht von einer offiziellen Stelle stammt.

Bewertung: Diese E-Mail ist eine Fälschung!

📖Wie erkennt man Phishing-Mails und gefälschte SMS? Antworten finden Sie im Leitfaden Phishing erkennen.

Absurde Vorwürfe und Drohungen – der Versuch, Angst zu schüren

Es ist mehr als absurd: Da kommt eine E-Mail von der „Direktion Berlin“ – angeblich von Polizeibehörden, gesendet von einer web.de-Mailadresse. Als wäre das nicht schon verdächtig genug, enthält die Nachricht im Anhang eine Bilddatei namens „PolizeiBerlin1.jpg“.

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Screenshot Posteingang
Screenshot Posteingang

Darin wird dem Empfänger mitgeteilt, dass er angeblich in mehrere Straftaten verwickelt sei, darunter Kinderpornografie und Pädophilie.

Gefälschtes Schreiben der Polizei Berlin
Gefälschtes Schreiben der Polizei Berlin

Die Unterschrift? Winfrid Wenzel, „Polizeipräsidentin“ (sic!) und Catherine de Bolle, Direktorin von Europol und Leiterin einer Jugendschutzbrigade. Doch schon hier zeigt sich: Einen Mann als Präsidentin anzusprechen, ist mehr als peinlich.

Angebliches Strafverfahren – eine klare Fälschung

Laut E-Mail soll der Empfänger in eine Vielzahl von Straftaten verwickelt sein. Die „Anschuldigungen“ reichen von Kinderpornografie bis zu Exhibitionismus.

Zusätzlich wird damit gedroht, die „Straftaten“ an die Öffentlichkeit zu bringen – Medien, Familie, Freunde, alle würden über die angeblichen Straftaten informiert. Völlig absurd und vor allem: frei erfunden.

Innerhalb von 72 Stunden müsse man reagieren, sonst drohe ein Haftbefehl. Solche absurden Drohungen sind ein klassischer Trick von Betrügern, um Panik zu schüren und schnelles Handeln zu erzwingen.

Die verräterischen Fehler

Da hat sich jemand mäßig viel Mühe gegeben, um die Empfänger solcher Mails zu erschrecken. Aber es ist, was es ist: Eine Fälschung – versendet von Betrügern.

Solche Mails sind schon länger im Umlauf. – Wir berichteten HIER, HIER und HIER. Die Aufmachung variiert ebenso wie die Namen der angeblichen Unterzeichner. Um dem Ganzen einen „offiziellen Anstrich“ zu geben, werden die Logos des Verteidigungsministeriums, der Polizei Berlin, von Europol, Interpol und der Bundespolizei wild durcheinander gemischt. Diese Behörden würden allerdings solche Dokumente nicht per E-Mail verschicken, schon gar nicht von web.de-Adressen. Ein mitgesendeter Anhang wäre auch ein PDF und kein JPG.

Am Ende des Schreibens taucht die Mailadresse „[email protected]“ auf, die allerdings auch als Fake erkennbar ist. Es ist durchaus vorstellbar, dass eine Berliner Institution „berlin.xy“ als Domain verwenden würde, aber dann wohl eher „berlin.de“ und nicht „berlin.com“ – und ja, diese Domain ist in New Jersey registriert, was eine deutsche Behörde wohl nicht tun würde.

Insgesamt enthält das Schreiben viele Ungereimtheiten, die darauf hinweisen, dass es sich um eine Fälschung handelt. Derartige E-Mails sollten unbedingt ignoriert und gelöscht werden. Diese Strategie ist Teil eines umfassenderen Phishing-Ansatzes, der darauf abzielt, unter Vortäuschung einer offiziellen Autorität an persönliche Informationen zu gelangen oder zur Überweisung von Geld zu bewegen.

So entlarven Sie betrügerische E-Mails schnell und effektiv

Typische Merkmale gefälschter und betrügerischer E-Mails

  • Absenderadresse: Keine Behörde würde jemals von einer web.de-Adresse oder anderen frei verfügbaren Mail-Adressen wie gmail, gmx o.ä. kommunizieren.
  • Generische Anrede: Offizielle Schreiben verwenden immer eine persönliche Anrede.
  • Drohungen und Zeitdruck: Amtliche Stellen setzen niemals solche Fristen per E-Mail.
  • Grammatik- und Rechtschreibfehler: Ein klares Zeichen für unseriöse Machenschaften.

Maßnahmen gegen solche Betrugsversuche

  • Nicht reagieren! Antworten Sie niemals auf solche E-Mails! Verschieben Sie sie in den Spam-Ordner oder löschen Sie sie einfach.
  • Weiterleiten an Behörden: Leiten Sie solche Mails an offizielle Stellen weiter.
  • Aufmerksam bleiben: Informieren Sie sich regelmäßig über aktuelle Betrugsmethoden.

Fazit: Ein Betrug, den man ignorieren sollte

Diese betrügerische E-Mail ist ein Paradebeispiel für eine plumpe Fälschung und keine neue Masche. Die Absurdität der Vorwürfe und die offensichtlichen Fehler sind klare Indizien dafür, dass es sich um einen Fake handelt. Löschen Sie die Nachricht und lassen Sie sich nicht verunsichern.

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