Makita Adventskalender: Abo-Falle statt echtem Angebot

Versprochen wird ein Gratis-Makita Adventskalender. Doch geliefert wird ein teures Abo, daskeiner wollte.

💬Wie geraten Nutzer unbemerkt in Abo-Fallen? Antworten finden Sie im Leitfaden Abo-Fallen.

Vorsicht, Falle: So läuft der Makita-Köder auf WhatsApp

Derzeit kursiert über WhatsApp eine Nachricht, die mit einem angeblichen Gewinnspiel für einen kostenlosen Makita Adventskalender 2025 wirbt. Das Versprechen: Ein hochwertiges Werkzeuge-Set mit Gratisversand.

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"Hol dir deinen MAKITA Adventskalnder 2025 – KOSTENLOS!" - Screenshot der Fake-Gewinnspiel-Nachricht auf WhatsApp
„Hol dir deinen MAKITA Adventskalnder 2025 – KOSTENLOS!“ – Screenshot der Fake-Gewinnspiel-Nachricht auf WhatsApp

Die Botschaft wirkt vertrauenswürdig – nicht zuletzt, weil sie von einem Kontakt stammt, der sie gutgläubig weitergeleitet hat. Genau darauf setzen die Drahtzieher. Wer dem Link folgt, landet auf einer durchaus echt wirkenden Seite mit Makita-Logo, Adventskalender-Bild und der angeblichen Gewinnchance. Die URL hat jedoch nichts mit Makita oder einem seriösen Gewinnspiel-Anbieter zu tun.

Screenshot der gefälschten Seite mit ebenfalls gefälschten Kundenrezensionen
Screenshot der gefälschten Seite mit ebenfalls gefälschten

Der Trick: Um den vermeintlichen Gewinn zu sichern, soll man die Nachricht an Freunde weiterleiten. Das verstärkt die Reichweite und erhöht die Glaubwürdigkeit. Doch das ist nur der Anfang eines gefährlichen Spiels mit Daten und Geld.

Hinter der Makita Adventskalender-Fassade lauert die Kostenfalle

Die Seiten, auf die der Link weiterleitet, wirken professionell gestaltet. Doch sie stammen nicht von Makita und auch nicht von einem offiziellen Gewinnspielveranstalter. Stattdessen wird der Nutzer dazu gebracht, persönliche Daten wie Adresse, Telefonnummer und E-Mail anzugeben. Danach folgt eine Zahlungsmaske, die unter dem Vorwand eines geringen „Servicepreises“ die Kreditkartendaten abfragt.

Screenshot der gefälschten Seite mit Datenabfrage und Kreditkartendaten-Eingabe
Screenshot der gefälschten Seite mit Datenabfrage und Kreditkartendaten-Eingabe

Spätestens hier sollte jeder stutzig werden. Denn wer zahlt schon für einen kostenlosen Gewinn? Im Kleingedruckten, das kaum jemand liest, wird dann die eigentliche Masche deutlich: Man schließt ein Abo ab. Und zwar nicht für ein Werkzeug, sondern für einen digitalen Mitgliedsdienst, der alle 14 Tage 69,23 Euro kostet. Liest man das Kleingedruckte, kann man auch gleich vernehmen, dass geleistete Zahlungen nicht mehr rückgängig gemacht werden können.

Screenshot: Einzelheiten zum Abonnement im Kleingedruckten
Screenshot: Einzelheiten zum Abonnement im Kleingedruckten

Gut getarnt, gezielt verbreitet: Das System hinter dem Betrug

Die Struktur dieses Betrugs ist raffiniert: Die Täter bauen auf Vertrauen und virale Verbreitung. Indem Nutzer aufgefordert werden, die Nachricht zu teilen, wird das Angebot massenhaft weitergeleitet. Und zwar nicht über Werbung, sondern über Menschen. Das senkt die Hemmschwelle, weil der Link ja scheinbar von Freunden stammt.

Gleichzeitig wird Druck aufgebaut: „Sichere dir jetzt deinen Gewinn, bevor er weg ist.“ Doch tatsächlich locken diese Seiten in ein Abonnement, das automatisch verlängert wird und mit hohen Kosten verbunden ist. Die Anbieter sind geschickt darin, ihre Masche legal erscheinen zu lassen. Die notwendigen Hinweise stehen im Kleingedruckten, oft erst nach mehreren Klicks auffindbar. Die Zahlungsseiten erwecken mit Logos wie „Google geprüft“ oder „sichere Zahlung“ Sicherheit. Doch das sind leere Versprechen.

Abzocke mit System: Wer steckt dahinter, und was passiert mit den Daten?

Die Seiten im Hintergrund heißen „ahappyparty.com“, „endlessclickjourneys.sbs“ oder „linkwa.cc“. Offiziell betrieben wird das Ganze von einer Firma namens Maldaro Limited mit Sitz in Zypern. Das ist kein Zufall: Der rechtliche Schutz für Verbraucher ist dort schwächer, Rückforderungen sind kompliziert.

Besonders gefährlich ist: Wer seine Kreditkartendaten eingibt, liefert sensible Informationen aus, die in den falschen Händen landen können. Viele Betroffene merken erst Tage später, dass regelmäßig Geld vom Konto abgebucht wird, und das Kündigen gestaltet sich oft schwierig. Zwar wird im Text versprochen, man könne jederzeit kündigen, doch in der Praxis ist der Weg zur Kündigung absichtlich umständlich gestaltet.

Klare Warnung: Hände weg und sofort weitersagen!

Dieses „Makita“-Gewinnspiel ist kein Geschenk, sondern eine Kostenfalle mit Tarnkappe. Weder stammt es von Makita noch gibt es einen echten Adventskalender zu gewinnen. Wer auf das Angebot hereinfällt, riskiert, in eine Abofalle mit hohen Folgekosten zu tappen.

Deshalb: Nicht auf den Link klicken, keine Daten eingeben, und vor allem die Nachricht nicht weiterleiten.

Wer bereits Daten übermittelt hat, sollte umgehend die Kreditkarte sperren lassen und die Abbuchungen prüfen. Außerdem empfiehlt es sich, den Vorfall bei der Polizei und der Verbraucherzentrale zu melden. Betrügereien wie diese leben davon, dass sie sich schnell verbreiten. Umso wichtiger ist es, frühzeitig zu stoppen – mit Aufklärung, Vorsicht und einem klaren „Nein“ zur Abo-Masche.

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