15 Jahre Mimikama: Neues Projekt „Medienachtsamkeit“ startet

15 Jahre Faktenchecks – jetzt geht Mimikama einen Schritt weiter und erklärt, warum sich manche Inhalte überzeugend anfühlen, obwohl sie falsch sind.

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Wien, 8. März 2026 – Seit 15 Jahren untersucht Mimikama Falschmeldungen, manipulierte Inhalte und Internetbetrug im Netz. Zum Jubiläum startet die Faktencheck-Plattform nun ein neues Bildungsprojekt: Medienachtsamkeit.

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Die neue Plattform www.medienachtsamkeit.org beschäftigt sich mit einer Frage, die über klassische Faktenchecks hinausgeht: Warum wirken manche Inhalte im Internet überzeugend – selbst wenn sie falsch sind?

Die neue Plattform www.medienachtsamkeit.org beschäftigt sich mit einer Frage, die über klassische Faktenchecks hinausgeht: Warum wirken manche Inhalte im Internet überzeugend – selbst wenn sie falsch sind?
Screenshot der neuen Webseite von Mimikama
medienachtsamkeit.org

Während Mimikama seit 2011 vor allem überprüft, ob Behauptungen stimmen oder nicht, widmet sich Medienachtsamkeit den Mechanismen digitaler Kommunikation – etwa Aufmerksamkeit, emotionalen Dynamiken und der Rolle von Plattformalgorithmen.

Zum Start stellt das Projekt drei interaktive Werkzeuge kostenlos zur Verfügung, die helfen sollen, digitale Informationsdynamiken besser zu verstehen.

Screenshot der Webseite
Social-Media-Führerschein
Screenshot der Webseite
Social-Media-Führerschein

Werkzeug 1: Social-Media-Führerschein
Ein interaktiver Medienkompetenz-Test für verschiedene Altersgruppen – von Kindern bis zu Erwachsenen. Nutzerinnen und Nutzer können ihr Wissen über Desinformation, Quellenbewertung und digitale Kommunikation überprüfen und erhalten am Ende eine Urkunde oder ein Zertifikat.

Screenshot der Webseite  
Reality-Check – Posting-Simulator
Screenshot der Webseite
Reality-Check – Posting-Simulator

Werkzeug 2: Reality-Check – Posting-Simulator
Ein experimentelles Lernformat, das zeigt, wie sich Beiträge in sozialen Netzwerken verbreiten können. Nutzerinnen und Nutzer können nachvollziehen, welche Dynamiken hinter Reichweite, Reaktionen und Diskussionen stehen.

Screenshot der Webseite
Medienachtsamkeits-Vertrag
Screenshot der Webseite
Medienachtsamkeits-Vertrag

Werkzeug 3: Medienachtsamkeits-Vertrag
Ein Werkzeug für Familien, Schulklassen oder Gruppen, um gemeinsam Regeln für den Umgang mit digitalen Medien zu entwickeln.

Alle Tools sind kostenlos und datenschutzkonform nutzbar. Einige Funktionen – etwa für Lehrende oder für die Nutzung im Unterricht – können eine Registrierung erfordern, um Materialien oder Auswertungen bereitzustellen. Die Plattform und ihre Werkzeuge stehen derzeit in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung, um möglichst vielen Nutzerinnen und Nutzern den Zugang zu ermöglichen.

Neben den interaktiven Anwendungen stellt Medienachtsamkeit auch Unterrichtsmaterialien für Schulen zur Verfügung.

Dazu gehören Arbeitsblätter und Unterrichtseinheiten zu Themen wie:

  • Verbreitung von Falschinformationen
  • emotionale Sprache in sozialen Medien
  • Wiederholungseffekte und Wahrnehmung
  • Funktionsweise von Algorithmen
  • Verantwortung beim Teilen von Inhalten

Die Materialien richten sich vor allem an Schülerinnen und Schüler ab der Sekundarstufe und können flexibel im Unterricht eingesetzt werden.

Die Plattform richtet sich nicht nur an Schulen. Die Tools können von allen Internetnutzerinnen und -nutzern verwendet werden – unabhängig von Alter oder Vorkenntnissen.

Ziel des Projekts ist es, digitale Mechanismen verständlich zu machen und Menschen zu helfen, Informationen bewusster einzuordnen.

Neben den interaktiven Werkzeugen veröffentlicht Medienachtsamkeit auch Einordnungsartikel über digitale Kommunikationsmechanismen.

Während Mimikama konkrete Behauptungen prüft und Faktenchecks veröffentlicht, beschäftigt sich Medienachtsamkeit mit den psychologischen und technischen Dynamiken hinter der Verbreitung von Inhalten.

Die Artikel erklären unter anderem:

  • warum sich Wiederholung wie Wahrheit anfühlen kann
  • wie emotionale Sprache Wahrnehmung beeinflusst
  • warum kontroverse Inhalte mehr Aufmerksamkeit erhalten
  • wie Algorithmen entscheiden, welche Beiträge sichtbar werden

Damit ergänzt Medienachtsamkeit die Faktencheck-Arbeit von Mimikama um eine analytische Perspektive auf digitale Kommunikation.

Für Tom Wannenmacher, Gründer von Mimikama, ist Medienachtsamkeit eine logische Weiterentwicklung der bisherigen Arbeit.

„Seit vielen Jahren prüfen wir Falschmeldungen und Desinformation im Netz“, sagt Tom Wannenmacher, Gründer von Mimikama.

„Dabei sehen wir immer wieder: Die Wahrheit war oft längst da – sie wurde nur nicht angeklickt. Viele Inhalte wirken überzeugend, weil sie Emotionen auslösen oder ständig wiederholt werden.“

Medienachtsamkeit soll genau diese Dynamiken sichtbar machen und Menschen helfen, digitale Informationen bewusster einzuordnen.

„Faktenchecks beantworten die Frage, ob etwas stimmt oder nicht. Medienachtsamkeit beschäftigt sich mit der Frage, warum sich bestimmte Inhalte verbreiten – und warum sie sich manchmal richtig anfühlen.“

Mimikama wurde 2011 gegründet und gehört heute zu den bekanntesten Faktencheck-Initiativen im deutschsprachigen Raum. Die Plattform veröffentlicht regelmäßig Analysen zu Falschmeldungen, Desinformation und Internetbetrug.

Mit Medienachtsamkeit erweitert Mimikama seinen Fokus von der reinen Faktenprüfung hin zu einem Bildungsansatz, der digitale Kommunikationsmechanismen verständlich macht.

Weitere Informationen und alle Tools:
www.medienachtsamkeit.org

Hinweis für Medien
Dieser Text darf unter Nennung der Quelle „Mimikama“ frei verwendet und veröffentlicht werden.
Bei Online-Veröffentlichungen bitten wir um eine Verlinkung auf www.medienachtsamkeit.org

Für Rückfragen, Interviews oder weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Tom Wannenmacher
[email protected]
Mimikama – Verein zur Aufklärung über Internetmissbrauch
https://www.mimikama.org


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Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
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