Mondmission aus Indien: Falsche Bilder im Umlauf!

Am 22.07.2019 startete die Mondmission der indischen Raumfahrtbehörde ISRO. Mit an Bord waren auch der Rover „Pragyan“ und der Lander „Vikram“.

Am 22.07.2019 startete die Mondmission der indischen Raumfahrtbehörde ISRO. Mit an Bord des Raumschiffes Chandrayaan-2 waren auch der Rover „Pragyan“ und der Lander „Vikram“.

Am Sonntag (08.09.2019) wurde von offizieller Stelle der indischen Mondmission, dem ISRO-Vorsitzenden Kailasavadivoo Sivan vermeldet, dass der Lander „Vikram“ auf der Mondoberfläche gesichtet wurde und man nun versuche, Kontakt aufzunehmen.

Mimikama braucht Verstärkung – hilf uns, eine weitere Person ins Team zu holen

Seit dem sind falsche Bilder des Landers im Internet unterwegs. Daneben gibt es auch eine Reihe an Fake-Accounts, die sich als der ISRO-Vorsitzende Kailasavadivoo Sivan ausgeben(siehe hier).

Falsche Mondmission

Man kann auf diesen Bildern wirklich eine Mondmission sehen, aber eben nicht Vikram. Die falschen Bilder zeigen unter anderem den Mars-Rover „Curiosity“ und die Landestelle der Apollo 15-Mission. Offizielle Bilder durch das ISRO gibt es bislang nicht. Auch der ISRO-Vorsitzende K. Sivan besitzt keine persönlichen Konten in den einschlägigen Social Media-Kanälen.

Unter anderem klärt der in Großbritannien ansässige freie Journalist Jonathan O’Callaghan auf seinem Twitter-Account (https://twitter.com/Astro_Jonny) über die Fakes auf.

Doch es gibt Info zu der Mondmission: Tatsächlich hat es wohl eine harte Landung in unmittelbarer Nähe des geplanten Landeplatzes gegeben, wie die Bilder der On-Board-Kamera des Orbiters Chandrayaan-2 zeigen. „Der Lander wurde bei der Landung nicht in Stücke zerrissen, aber er befindet sich in einer Schräglage.“ wird ein Mitarbeiter der ISRO zitiert.

Kontaktaufnahme zu Mondmission gestaltet sich schwierig

Sowohl der Rover als auch der Lander sind für höchstens einen Mondtag (14 Erdtage) in der Lage, auf dem Mond zu arbeiten und zu überleben.

Mr. K. Sivan hatte bereits am Samstag der Presse über die Mondmission mitgeteilt, dass die Raumfahrtbehörde 14 Tage lang versuchen würde, Kontakt zum Lander zu bekommen. Die Prognosen dafür stehen allerdings schlecht.

„Wenn mit dem Lander nicht alles in Ordnung ist, ist es sehr schwierig, einen Kontakt herzustellen. Die Chancen sind schlecht. Nur wenn es eine weiche Landung gibt und alle Systeme funktionieren, kann ein Kontakt hergestellt werden. Die Aussichten sind trüb.“ So ein Angestellter der ISRO.

Via Henning Tritschler, Starkenburg-Sternwarte e.V. Heppenheim

Quellen:

Image Credit: NASA

Das könnte ebenso interessant sein:

Leben auf dem Mond! Kein Fake.

Kostenlos · der tägliche Mimikama-Newsletter

Fakten statt Aufregung. Direkt in dein Postfach.

Die wichtigsten Faktenchecks und Meldungen des Vortags – jeden Morgen kostenlos und unabhängig vom Social-Media-Algorithmus.

Ich möchte den oben angeführten Newsletter erhalten und stimme zu, dass meine E-Mail-Adresse zu diesem Zweck verarbeitet wird. Ich kann den Newsletter jederzeit abbestellen. Details in der Datenschutzbestimmung.


Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise)