Morde auf dem Bildschirm: Harte Kritik an Berichterstattung

Erfahre, wie die Berichterstattung über den Terroranschlag in Wien massive Kritik auf sich zog. Mimikama analysiert die mediale Verantwortung und Risiken

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Der Terroranschlag in Wien war noch gar nicht aufgeklärt, da haben verschiedene Medien in ihrer Berichterstattung auf Videos aus den Netzwerken zurückgegriffen und Morde somit per TV übertragen.

Der Terroranschlag in Wien am 2. November war vor allem online recht gut zu verfolgen. Viele Menschen veröffentlichten selbsterstellte Clips auf verschiedenen Social Media Plattformen. Teilweise waren sogar die Morde zu sehen.

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Diese Clips tauchten zunächst auf Twitter auf, danach aber auch auf Facebook. Viele dieser Videos landeten aber im sog. Crisis Response Tool auf Facebook, das eigentlich dafür gar nicht gedacht war. Facebook erntete massive Kritik, da die Safety Check-Seite zum Terroranschlag in Wien lange Zeit unmoderiert blieb (vergleiche).

Doch das war nicht alles. In Österreich haben verschiedene Privatsender sich ebenfalls am Material aus den Social Media Netzwerken bedient und somit medial die Morde in die Wohnzimmer transportiert. Auch das blieb nicht ohne Reaktionen, vor allen die Werbenden in diesen Kanälen kündigten an, ihre Inserate sofort stoppen zu lassen.

Morde per TV? Weitere Reaktionen.

Zusammen mit dem Sender W24, einem Regionalsender aus Wien, haben wir uns angeschaut, wo die Probleme bei der Berichterstattung zum Terroranschlag in Wien lagen. ist es wirklich angebracht, die Morde unkommentiert und in Dauerschleife zu zeigen? W24 schreibt dazu:

Der Terroranschlag in Wien brachte einmal mehr heftige Kritik an den Sozialen Medien: Es kursierten Falschmeldungen zu angeblichen Geiselnahmen. Videos des Anschlags waren ungefiltert zu sehen. Der Aufruf der Polizei, kein Bildmaterial zu posten, blieb vielfach ungehört. Videos der Gewalt fanden auch den Weg in klassische Medien. So haben oe24.tv und krone.tv Aufnahmen der Gewalttat gezeigt. Müssen wir uns an solche Bilder gewöhnen? W24 hat bei zwei Medienexperten nachgefragt.

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