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Das Gerücht um den “Quantum-Tarnumhang” geht auf Facebook wieder um – was hat es auf sich mit diesem unsichtbar machenden Gewebe?
Wir erhielten Anfragen zu diesem Statusbeitrag auf Facebook:
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Gezeigt wird ein Video mit einem vermeintlichen “Quantum-Tarnumhang”, der aus China stammen soll. Ein Mann präsentiert stolz die Innovation, aber kann man der Behauptung wirklich trauen, dass es sich um ein real existierendes Produkt handelt?
Der Faktencheck
Wie unsere Kollegen von Snopes berichten, spukt dieses Video bereits seit Dezember 2017 im Internet umher.
Genau genommen ging es am 07. Dezember 2017 viral, mit bislang 39 Mio. Aufrufen, als das Video von Shotded gepostet wurde. Kurz zuvor wurde es am 04. Dezember 2017 auf dem chinesischen Social Media Pendant Weibo von 陈士渠 (Chen Shiqu) veröffentlicht. Chen Shigu erscheint in diesem Zusammenhang als stellvertretender Direktor beim Landeskriminalamt des Ministeriums für öffentliche Sicherheit.
Dennoch erscheint das Video weder auf der offiziellen Regierungsseite, noch auf der dazugehörigen Facebook-Seite, wurde also nicht offiziell vom Landeskriminalamt veröffentlicht. Recherchiert man weiter, wird ersichtlich, dass das Video von einem YouTube Nutzer namens 瞭望亞太 (Looking Asia Pacific) einen Tag zuvor hochgeladen wurde, mit gleichem Text:
Auch hier wird behauptet, dass das Gewebe “Made in China” sei. Jedoch ohne weiteren Quellenverweis und Hintergrundinformationen, woher diese Behauptung tatsächlich stammt.
Auf jeden Fall liest sich der Text ungefähr so, wenn man diesen mit Google-Translator übersetzt:
Quantum Invisibility Cloak wird aus Kleidung hergestellt, die aus quantenunsichtbaren Materialien besteht und durch das Reflektieren der Lichtwellen um den Träger herum, können Menschen, die solche Kleidung tragen, „unsichtbare“ Effekte erzielen. Diese Technologie kann auch beim Militär verwendet werden, so dass Soldaten wie „unsichtbare Militäruniformen“ tragen und Nachtsichtspiegel vermeiden können.
Echt oder nicht?
Abgesehen davon, dass sich hier zwei unterschiedliche Beitragsersteller denselben Text teilen, gibt es Hinweise darauf, dass es sich hier um eine Computersimulation handelt.
Auch Zhu Zhen Song von Star Orange Quantum Video Productions erklärte laut Shanghai Observer, dass dieses Video leicht mit einem Programm wie After Effects gemacht werden kann, indem man ein blaues oder grünes Stück Stoff verwendet:
Star Orange Quantum video production company producer Zhu Zhen Song after watching this video to reporters that this should be shot with blue or green plastic cloth, and then edited by the late Keying technology, there are many video post-synthesis software You can make such an effect, such as the well-known After Effect, as well as Nuke and Fusion software.
Zhu Zhen Song explained the principle of this video production. The first time, first shot unmanned pure background. The second time, the figure holding a blue cloth and then pat it again. Then, using software to pull part of the blue cloth, the two video synthesis, came out “invisible clothing” this effect. Similar technologies are commonly used in movies, such as various science fiction movies.
… nachdem sich Zhu Zhen Song das Video angesehen hatte, meinte Song zu den Reportern, dass dies mit einem blauen oder grünen Plastikstoff gedreht wurde und später per Keying-Technologie bearbeitet wurde. So gibt es bereits viele Post-Editing-Sofware mit der man einen solchen Effekt machen kann, wie zum Beispiel After Effects, als auch Nuke oder Fusion.
Des Weiteren erklärt Zhu Zhen Song die Vorgehensweise einer solchen Videoproduktion. Zuerst filmt man den Hintergrund, ohne Personen. Danach wird die Szene mit Personen und einem blauen oder grünen Tuch wiederholt. Die Software entfernt danach das Blau oder Grün und beide Aufnahmen werden übereinandergelegt. Diese Technik ist üblich in Filmen.
So verschwinden auch die Finger des Mannes zeitweise oder bewegte Pflanzenteile bewegen sich plötzlich auf dem Stück Stoff nicht mehr. Wer genau hinsieht, findet Interpolationsfehler sehr schnell.
Auf YouTube gibt es zig solcher Videos, wo Jemand dank “Greenscreen” ebenfalls einen Tarnumhang besitzt:
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