Nutzer von Emojis wirken sympathischer

Emojis machen Texte sympathischer und beeinflussen die Wahrnehmung. Mimikama zeigt, wie sie strategisch zur Eindruckssteuerung eingesetzt werden können

Symbole auch für strategische Eindruckssteuerung nutzbar

Verfasser von Texten mit Emojis werden vom Empfänger als deutlich sympathischer wahrgenommen; Verfasser von Texten ohne Emojis dagegen als durchsetzungsstärker und selbstbewusster.

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Zu diesem Schluss kommt Wera Aretz, Psychologieprofessorin und Studiendekanin für Wirtschaftspsychologie an der Hochschule Fresenius in Köln. Für ihre aktuelle Studie hat die Forscherin 264 Personen befragt.

Soziale Kommunikationsnormen

„Emojis beeinflussen, wie jemand wahrgenommen wird. Sie können daher auch zur strategischen Eindruckssteuerung genutzt werden“,

fasst Aretz zusammen. Ob Emojis überhaupt zum Einsatz kommen, hängt den Studienergebnissen zufolge auch davon ab, ob die zuvor empfangene Nachricht Emojis beinhaltet. Nutzt der Sender keine, tendiert man dazu, selbst auch eher Textnachrichten ohne Symbole zu schreiben.

„Emojis bilden daher soziale Normen in der Kommunikation und ihr Einsatz kann als soziale Anpassung verstanden werden“,

so Aretz.

99 Prozent der Befragten verwenden beim Schreiben Emojis. Emojis, die für positive Emotionen stehen, wie intensive Freude, ein liebevoller Kuss, Leidenschaft und Liebe, Glück oder Zustimmung, kommen besonders häufig zum Einsatz.

Vergleichsweise selten werden Piktogramme genutzt, die Naturereignisse wie Feuer oder Sonne symbolisieren. Nach wie vor erfreut sich der Freude-Emoji mit den Lachtränen über die größte Beliebtheit, dicht gefolgt vom Herzkuss-Emoji, dem Herzaugen-Emoji und dem Daumen-hoch-Emoji.

Frauen nutzen Emojis häufiger

Signifikante Unterschiede zwischen Männern und Frauen in der Häufigkeit der Nutzung haben sich bei 14 von 22 Items gezeigt.

Insgesamt gaben Frauen weitaus häufiger als Männer an, Emojis zu verwenden. Frauen nutzen dabei eher Emojis, die Furcht und Trauer, Wut und Ekel, Liebe und Herzlichkeit symbolisieren.

Männer hingegen verwenden mehr Emojis, die Ironie ausdrücken und zeigen ihre Zustimmung öfters mit dem Zeichen für „Daumen hoch“.

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