Die Behauptung
In einem Zeitungsartikel wird behauptet, eine 100-jährige Frau namens Gertrude Mohn habe die „Omas gegen Rechts“ von ihrem Geburtstag verbannt.
Falsch
Der Artikel ist gefälscht. Das Foto stammt aus einem anderen Zusammenhang und der Vorfall ist den „Omas gegen Rechts“ unbekannt.
Immer wieder werden seriöse Nachrichtenseiten für Desinformation missbraucht. Ein aktuelles Beispiel betrifft die Gruppe «Omas gegen Rechts». In einem angeblichen Zeitungsartikel wird behauptet, eine 100-jährige Frau namens Gertrude Mohn habe die Aktivistinnen von ihrem Geburtstag verbannt. Diese Geschichte ist jedoch falsch.
Gerüchte/Behauptungen zu «Omas gegen Rechts»
Ein Zeitungsausschnitt, der in sozialen Netzwerken kursiert, berichtet, dass eine gewisse Gertrude Mohn, 100 Jahre alt, die Teilnehmerinnen der Gruppe «Omas gegen Rechts» von ihrem Geburtstagsfest weggeschickt hat. Diese angebliche Nachricht hat viele Menschen verunsichert und zu Diskussionen geführt.

Bewertung
Der vermeintliche Zeitungsartikel ist nicht authentisch. Eine genaue Überprüfung zeigt, dass weder der Inhalt noch das Foto glaubwürdig sind. Die abgebildete Frau kann nicht Gertrude Mohn sein und der Vorfall ist den «Omas gegen Rechts» völlig unbekannt.
Die Fakten
- Unklare Quellenlage: Der Zeitungsausschnitt nennt keine konkrete Quelle oder Zeitung. Lediglich die Ortsangabe «Neustadt» lässt keine eindeutige Zuordnung zu.
- Keine Online-Quelle: Eine Suche nach dem Artikel im Internet führt ins Leere. Seriöse Zeitungen stellen ihre Artikel in der Regel auch online zur Verfügung, was hier nicht der Fall ist.
- Keine Vorfälle bekannt: Die Initiative «Omas gegen Rechts» hat auf Anfrage bestätigt, dass sie keine Geburtstagsbesuche durchführt. Weder in Neustadt an der Weinstraße noch in Neustadt in Holstein sei ein solcher Vorfall bekannt.
- Falsches Foto: Das im Artikel verwendete Foto stammt aus einem anderen Zusammenhang. Eine Rückwärtssuche zeigt, dass das Bild bereits seit 2014 in humoristischen Sharepics verwendet wird. Es zeigt angeblich eine Frau namens Hattie Mae MacDonald aus Kanada, die vermeintliche Gesundheitstipps gibt.
Weitere Informationen
- Falschmeldung: Der Zeitungsartikel wurde bewusst gefälscht, um Verwirrung zu stiften und die Gruppe «Omas gegen Rechts» in ein negatives Licht zu rücken.
- Verbreitung: Die Falschmeldung wurde vor allem über Facebook, X und TikTok verbreitet, wo sie viele Menschen erreichte und falsche Informationen verbreitete.
- Reaktion der Betroffenen: Die «Omas gegen Rechts» distanzierten sich deutlich von der Meldung und stellten klar, dass sie keine Geburtstagsbesuche machen und der Vorfall frei erfunden war.
Fazit
Die Behauptung, eine 100-jährige Frau namens Gertrude Mohn habe die «Omas gegen Rechts» von ihrem Geburtstag verbannt, ist nachweislich falsch. Der Zeitungsartikel ist gefälscht, das verwendete Foto stammt aus einem anderen Zusammenhang und der Initiative ist ein solcher Vorfall nicht bekannt. Es handelt sich um einen weiteren Fall von Desinformation, der zeigt, wie leicht Falschmeldungen verbreitet werden können.
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Quelle: dpa
Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
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