Eine aktuelle Umfrage der Initiative Sicher Handeln (ISH) zeigt alarmierende Ergebnisse: Jeder dritte Internetnutzer in Deutschland wird täglich mit betrügerischen Nachrichten wie z.B. Mails konfrontiert. Besonders besorgniserregend ist, dass viele die Warnzeichen nicht erkennen und junge Nutzer besonders gefährdet sind. Die ISH und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) geben wichtige Empfehlungen, wie man sich schützen und im Ernstfall schnell handeln kann.

Phishing-Versuche sind an der Tagesordnung

Laut der YouGov-Umfrage des ISH werden mehr als die Hälfte der Befragten mindestens einmal pro Woche Opfer von Phishing-Angriffen. Phishing bezeichnet den Versuch, durch gefälschte Nachrichten wie z.B. E-Mails an sensible Informationen wie Passwörter oder Kreditkartendaten zu gelangen. Die Täter geben sich dabei als vertrauenswürdige Absender aus.

Harald Schmidt von der Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention und Sprecher der ISH betont die Tücke dieser Angriffe: „Oft kennen die Opfer den vermeintlichen Absender und hinterfragen die Nachricht weniger. Dieses Vertrauen wird von den Angreifern gezielt ausgenutzt.“

Junge Nutzer besonders gefährdet

Die Umfrage zeigt, dass nur zwei Drittel der Befragten misstrauisch werden, wenn sie zur Eingabe von Kontodaten aufgefordert werden. Vor allem junge Nutzer zwischen 18 und 24 Jahren erkennen die Warnzeichen noch seltener – nur jeder Zweite deutet sie richtig. Damit steigt das Risiko, auf die Betrüger hereinzufallen und finanziellen Schaden zu erleiden. Jeder Vierte wurde laut Umfrage bereits Opfer einer Phishing-Attacke, zehn Prozent erlitten einen Schaden von 500 bis über 10.000 Euro.

Empfehlungen zur Vorbeugung: Die SHS-Regel

Um sich vor Phishing zu schützen, empfiehlt das ISH die so genannte SHS-Regel: Stoppen, Hinterfragen und Schützen. Harald Schmidt betont: „Eine gesunde Skepsis ist beim Phishing entscheidend. Die Betrüger werden immer einfallsreicher und nutzen neben E-Mails auch gefälschte SMS („Smishing“) und manipulierte QR-Codes („Quishing“)“.

Tipps für den Ernstfall

Wenn Sie Opfer einer Phishing-Attacke geworden sind, ist schnelles Handeln wichtig. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und die Polizei geben wertvolle Tipps, wie man sich im Ernstfall verhalten sollte. Es ist auch ratsam, Familie und Freunde zu warnen, um die Betrugsmasche bekannter zu machen.

Sensibilisierungs- und Präventionsmaßnahmen

Die ISH setzt sich intensiv für die Aufklärung und Sensibilisierung der Bevölkerung ein. Ziel ist es, die Menschen fit im Umgang mit Cyber-Risiken zu machen. Im digitalen Zeitalter kann Phishing jeden treffen – vom Privatanwender bis zum Großunternehmen.

Fragen und Antworten

Was ist Phishing und warum ist es so gefährlich?
Phishing ist der Versuch, durch gefälschte Nachrichten wie Mails an sensible Informationen wie Passwörter, Kreditkartendaten oder andere persönliche Daten zu gelangen. Die Täter geben sich als vertrauenswürdige Absender aus, um das Vertrauen der Opfer zu gewinnen. Die Gefährlichkeit von Phishing liegt darin, dass die Mails oft täuschend echt wirken und die Opfer unvorbereitet treffen. Dies kann zu erheblichen finanziellen Verlusten und Identitätsdiebstahl führen.

Wie erkennt man Phishing-Mails?
Phishing-Nachrichten sind häufig an bestimmten Merkmalen zu erkennen. Dazu gehören unaufgeforderte Anfragen nach persönlichen Informationen, eine dringliche Sprache, auffällige Rechtschreib- und Grammatikfehler, verdächtige Links und Absenderadressen sowie allgemeine Anreden statt personalisierter Namen. Es ist wichtig, solche Mails kritisch zu hinterfragen und im Zweifelsfall den Absender direkt über eine bekannte Kontaktmöglichkeit zu kontaktieren.

Was tun, wenn man auf Phishing-Mails hereingefallen ist?
Wenn Sie auf eine Phishing-Mail hereingefallen sind, sollten Sie sofort handeln. Die ersten Schritte sind Ändern der betroffenen Passwörter, Informieren der betroffenen Institutionen (z.B. Bank), Überprüfen der Kontobewegungen auf unberechtigte Transaktionen und Melden des Vorfalls bei den zuständigen Behörden wie Polizei oder BSI. Darüber hinaus sollte man seine Familie und Freunde warnen, damit diese ebenfalls vorsichtig sind.

Welche neuen Methoden wenden Betrüger beim Phishing an?
Neben den klassischen Phishing-E-Mails setzen Betrüger zunehmend auf „Smishing“ (Phishing per SMS) und „Quishing“ (Phishing mit QR-Codes). Beim Smishing erhalten die Opfer gefälschte SMS-Nachrichten, in denen sie aufgefordert werden, auf Links zu klicken oder persönliche Daten einzugeben. Beim Quishing verwenden die Täter manipulierte QR-Codes, die auf betrügerische Webseiten führen oder Schadsoftware installieren. Diese Methoden erfordern besondere Vorsicht und Skepsis gegenüber unerwarteten Nachrichten und Scans.

Wie kann man sich langfristig gegen Phishing schützen?
Langfristiger Schutz vor Phishing erfordert regelmäßige Sensibilisierung und Vorsichtsmaßnahmen. Dazu gehören Installation und regelmäßiges Update von Antivirensoftware, Verwendung von Zwei-Faktor-Authentifizierung, Vorsicht bei der Weitergabe von persönlichen Informationen, regelmäßige Überprüfung der Kontoaktivitäten und Schulung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Unternehmen. Es ist wichtig, ständig auf dem neuesten Stand der Sicherheitsmaßnahmen zu bleiben und wachsam gegenüber neuen Betrugsmethoden zu sein.

Fazit

Phishing ist eine ernstzunehmende Bedrohung im digitalen Zeitalter. Die aktuelle Studie des ISH zeigt, dass jeder dritte Internetnutzer in Deutschland täglich betrügerische Nachrichten erhält. Besonders gefährdet sind junge Menschen, da sie die Warnzeichen oft nicht erkennen. Um sich zu schützen, sollten Nutzer die SHS-Regel befolgen: Stoppen, Hinterfragen und Schützen. Im Notfall ist schnelles Handeln entscheidend. Die ISH und das BSI bieten wertvolle Tipps und Unterstützung. Langfristig ist Aufklärung und Sensibilisierung der beste Schutz vor Phishing.

Quelle: t-online

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