Das derzeit grassierende Pokémon-Fieber greift auch in Kaiserslautern um sich. Am Wochenende gab es auch Berührungspunkte mit der Polizei…
Kopfschütteln hat ein Einsatz in der Nacht zu Samstag bei Streifenbeamten ausgelöst, die wegen einer Körperverletzung zum Willy-Brandt-Platz ausgerückt waren. Hier hatte ein 19-Jähriger einem 17-jährigen Mädchen mehrmals mit der Hand gegen Kopf geschlagen, sie zu Boden gestoßen, auf sie gespuckt und sie beleidigt. Der Grund: Er hatte die Jugendliche nach Zigaretten gefragt – sie konnte oder wollte ihm aber keine geben. Daraufhin wurde er tätlich.
Das „Pokémon-Fieber“ treibt in Kaiserslautern mitunter seltsame Blüten. Die „Jäger“ sind so in ihre virtuelle Welt vertieft, dass sie sich auch von der Polizei kaum aufhalten lassen. Eins der Pokémon-Monster wurde unterdessen auch schon im Innenhof der Kaiserslauterer Altstadt-Inspektion gesichtet.
Als die alarmierten Polizisten kurz darauf vor Ort eintrafen, hatte sich der Täter zwar schon aus dem Staub gemacht, er konnte aber eingeholt, gestellt und am Schillerplatz festgenommen werden. Weil sich der stark alkoholisierte junge Mann (Atemtest: 1,36 Promille) sehr aggressiv verhielt und seine Aggressionen an sämtlichen Gegenständen in seinem Weg ausließ, wurde er zu Boden gebracht und fixiert.
Ein Freund des 19-Jährigen mischte sich ein und versuchte, die polizeilichen Maßnahmen zu stören. Erst nachdem ihm Konsequenzen angedroht wurden, hielt er Abstand, verhielt sich aber weiterhin aggressiv.
Beiden Männern musste ein Platzverweis für die Altstadt ausgesprochen werden. Auf den 19-Jährigen kommt zudem ein Strafverfahren wegen Körperverletzung und Beleidigung zu.
Parallel zu den beiden aggressiven jungen Männern hatten die Einsatzkräfte während der gesamten Maßnahme mit Pokémon-Jägern zu kämpfen, die in Scharen auftraten und unangenehm auffielen. Denn: Sie waren so tief in ihre virtuelle Welt abgetaucht, dass sie von dem Gerangel, den aggressiven Störern und den polizeilichen Maßnahmen völlig unbeeindruckt blieben – sie liefen zwischen den Beteiligten und den Polizeibeamten herum und „beschwerten“ sich sozusagen noch, dass sie ihrem Hobby nicht ungestört nachgehen konnten…
Quelle: Polizeipräsidium Westpfalz
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