Die Behauptung
Donald Trump, seine Sprecherin Karoline Leavitt, Elon Musk und rechte Influencer behaupten, dass das Nachrichtenportal „Politico“ über 8,1 Millionen Dollar an Subventionen von der US-Regierung erhalten habe. Diese Gelder stammten angeblich von der Entwicklungsbehörde USAID.
Falsch
Die Behauptung ist falsch. Es handelt sich um reguläre Ausgaben für Abonnements, die staatliche Mitarbeiter – darunter auch von USAID – für den Zugang zu „Politico Pro“ abgeschlossen haben. Der Betrag hat nichts mit Subventionen zu tun.
Kurze Faktenübersicht:
- Keine Subventionen: Weder die US-Regierung noch USAID haben jemals Subventionen an „Politico“ gezahlt.
- Abonnements seit 2012: Das Format „Politico Pro“ wird seit 2012 von öffentlichen und privaten Kunden abonniert.
- Missverständnis oder Desinformation: Rechte Influencer verwechselten oder verdrehten den Begriff „Abonnement“ (subscription) zu „Subvention“ (subsidise).
Der vermeintliche Politico-Skandal, der keiner ist
Donald Trump, Karoline Leavitt, seine Sprecherin, sowie Elon Musk und mehrere bekannte Influencer – verbreiten aktuell die Behauptung, die US-Regierung habe das Nachrichtenportal „Politico“ subventioniert.
Musk sprach auf Twitter von einer „gigantischen Steuergeldverschwendung“. Diese Erzählung wurde auch vom konservativen Sender Fox News aufgegriffen.
Was steckt hinter den angeblichen 8,1 Millionen Dollar?
Laut öffentlich einsehbaren Daten von USAspending.gov handelt es sich ausschließlich um reguläre Ausgaben für Abonnements, die staatliche Behörden abgeschlossen haben. Seit 2012 wird mit „Politico Pro“ eine spezielle Plattform für zahlende Kunden angeboten, die tiefere Einblicke in politische und wirtschaftliche Entwicklungen gibt.
Von den 8,1 Millionen Dollar entfielen 2023 und 2024 nur rund 44.000 Dollar auf die US-Entwicklungsbehörde USAID. Die überwiegende Mehrheit der Nutzer sind jedoch Privatkunden:
Falsche Vorwürfe
In einem internen Schreiben erklärten Vorstandschefin Goli Sheikholeslami und Chefredakteur John Harris, dass ihr Unternehmen niemals staatliche Subventionen erhalten habe. „Nicht einen Cent, nie, in 18 Jahren“, betonten sie. Die Aussagen, die derzeit kursieren, seien „völlig haltlos und irreführend“.
Fazit
Die Behauptung, dass das Nachrichtenportal Subventionen in Millionenhöhe von der US-Regierung erhalten habe, ist falsch. Es handelt sich um gewöhnliche Ausgaben für Abonnements, die Regierungsbehörden für den Zugriff auf die Plattform „Politico Pro“ tätigen.
Dieser Vorfall verdeutlicht, wie wichtig es ist, Fakten kritisch zu prüfen und Desinformationen konsequent entgegenzutreten.
Quelle: FAZ
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