Pürierte Frösche als Medizin und Fitnessgetränk? Tierschützer steigen auf die Barrikaden.
Entdecke die Wahrheit hinter dem Frosch-Smoothie aus Peru und die Tierschutzdebatte dazu. Mimikama liefert spannende Einblicke und Analysen zu diesem Thema
→Woran erkennt man Fake News zuverlässig? Antworten finden Sie im Leitfaden Fake News erkennen.
Auf Facebook- und im Netz gibt es nichts, dass es nicht gibt. Zum einen gibt es Satireseiten wie den “Postillon” oder die “Tagespresse” und dann gibt es wieder die “normalen” Medien
die über Dinge berichten, wo man meinen könnte sie seien von Satireseiten!
So wie auch in diesem Fall! Im Moment bekommen wir Hunderte Anfragen zu einem Thema. Dieses nennt sich:
Wundersaft aus Südamerika Pürierte Frösche als Fitnessgetränk
Satire oder nicht?
Nein, es handelt sich hierbei um KEINE Satire und auch nicht um einen HOAX!
Um was geht es?
Es geht um eine Dame, die aus dem südamerikanischen Peru (Lima) stammt. Sie selbst hat einen Stand und verkauft hier ein „besonderes“ Arzneimittel – Einen Saft aus pürierten Fröschen.
Laut der 35-jährigen Standbetreiberin hilft der Saft (der neben den vorher getöteten und gehäuteten Fröschen Macca-Wurzeln, Karotten und Honig enthält) nicht nur gegen Asthma und Bronchitis, sondern soll auch die Lust auf Sex ankurbeln.
Was ist dran an der Aussage?
So kurios der Artikel auch anmuten mag – er ist wahr.
Nach Recherche und diversen Berichten aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, England und den USA gibt es den „Frosch-Smoothie“, wie er von einigen Quellen genannt wurde, wirklich.
Das Negative daran:
Neben der Tatsache, das es für die Wirkung des Saftes keinen wissenschaftlichen Beweis gibt, steht der Titicaca-Riesenfrosch (Telmatobius culeus), der für den Saft verwendet wird, auf der Liste der bedrohten Tierarten.
Alternative Medizin
Der „Froschsaft“ ist als traditionelles Heilmittel kein Einzelfall. In allen Teilen der Welt, zum Beispiel in Afrika oder Asien, findet man noch die Verwendung von Tieren oder tierischen Zutaten im Rahmen der traditionellen Medizin (z.B. Nashornhörner, Tigerknochen, Bärengalle oder das Fett der Boa Constrictor).
Verweise zum Thema
(Achtung, die Links enthalten Videomaterial der Herstellung!)
Tom Wannenmacher ist Gründer und Chefredakteur von Mimikama, Österreichs führender Faktencheck-Organisation. Seit 2011 kämpft er gegen Desinformation und Internetbetrug.
Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum. Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG). Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein. (Mehr zur Arbeitsweise)
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