Fukushima: Aktuell hohe Strahlungsmesswerte verlangsamen die Aufräumarbeiten in der Atomruine Fukushima.

Wie die ‘Frankfurter Rundschau’ und die ‘Japan Times’ berichten, wurden kritisch hohe Werte im beschädigten japanischen Atomkraftwerk Fukushima gemessen, die die Aufräumarbeiten stark behindern.

Laut Tepco wurde im Bereich eines Druckbehälters, der den Reaktorkern beinhaltete, in Reaktor 2 des Kraftwerks, Werte von 530 Sievert pro Stunde durch ferngesteuerte Roboter gemessen.

Die bisherigen Höchstwerte vom Jahr 2012 betrugen 73 Sievert.

Laut ‘Frankfurter Rundschau’ treten beim Menschen schon akute Strahlenschäden auf, wenn er einem kurzen Zeitraum einem Sievert ausgesetzt wurde. Eine tödliche Strahlenkrankheit werden bei sechs Sievert ausgelöst. In Deutschland ist man pro Jahr einer Belastung von 2,1 Millisievert (tausendstel Sievert) ausgesetzt.

Tepco teilte zudem mit, dass an zwei anderen Stellen niedrigere Werte aufgenommen worden seien und auch keine Radioaktivität aus der Anlage austrete. Trotz allem sind diese Werte von 20 bis 50 Sievert alles andere als beruhigend.

Aktuelle Werte werfen Sanierungsplan durcheinander

Die Gefahr der hohen Strahlung verzögert die geplante Beseitigung des Brennstoffs aus den Reaktoren 1 bis 3, in denen beim Super-GAU am 11. März 2011 die Kerne zumindest teilweise geschmolzen waren.

Vorgesehen war, dass die kaputten Sicherheitsbehälter bis 2021 repariert und mit Wasser gefüllt werden sollten, um die Strahlung abzuschirmen.

Bis 2025 wollte man die Überreste der teilweise geschmolzenen Brennstäbe entfernen, sodass die Reaktorgebäude abgerissen werden können.

Den Abschluss der Aufräumarbeiten hatte man bis etwa Mitte des Jahrhunderts erwartet.

Hiroshige Seko, Minister für Umwelt, Handel und Industrie sagte laut ‘Japan Times’ bei einer Konferenz:

“Das Bestätigen der Zustände innerhalb des Reaktors, ist der erste Schritt zur Stilllegung. Während sich schwierige Aufgaben und unerwartete Situationen ergeben, werden wir jede technologische Möglichkeit Japans mobilisieren, um stetig an der Realisierung von Aufräumarbeiten und dem Wiederaufbau Fukushimas zu arbeiten.”

Quelle: Frankfurter Rundschau, Japan Times

Vorschaubild Quelle: Pe3k / Shutterstock, Inc.


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