Rattenbisse sollen die häufigste Verletzung bei Kindern in Flüchtlingslagern sein, würden Ärzte ohne Grenzen berichten

Rattenbisse! Mitten in Europa. Eigentlich unvorstellbar, weit weg von „1st World Problems“, was auch ein Twitter-User als Vergleich heranzieht.

Zustände in Flüchtlingslagern

In einem Beitrag der „Zeit im Bild“ des ORF erzählte Katharina Stemberger, Schauspielerin und Aktivistin, von den Zuständen im Flüchtlingslager auf Lesbos:

„Die Ärzte ohne Grenzen haben erzählt, dass die Verletzungen, die sie im Moment am häufigsten versorgen müssen, sind Rattenbisse, weil die Kinder in der Nacht angeknabbert werden.“

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Generell hätte alles, was sie bei ihrem Besuch auf Lesbos gesehen hat, ihre schlimmsten Befürchtungen übertroffen.

Reaktion Ärzte ohne Grenzen

Die Ärzte ohne Grenzen reagierten darauf. Sie stellten richtig, dass die Rattenbisse nicht die häufigste vorkommende Verletzung ist, aber natürlich absolut ernst zu nehmen sei.

„Weil #Moria wieder trendet und die Information über Rattenbisse umgeht: Fakt ist, unsere Teams haben auf #Samos eine #Tetanus-Impfkampagne durchgeführt, weil viele Kinder von Ratten gebissen wurden. Rattenbisse sind nicht der häufigste Behandlungsgrund, aber sehr ernst zu nehmen.“

Rattenbisse vs. Silvesterböller

Natürlich – in Relation zueinander ist das Ganze nochmal erschreckender. Es ist einem fast „peinlich“, wenn man sich über „Silvester ohne Böllern“ überhaupt nur eine Sekunde den Kopf zerbricht.

Doch es zeigt uns auch, wie gut es uns tatsächlich geht, wenn derartige Themen unsere Hauptaufreger sind. Und das soll auch gerne weiterhin so bleiben.

Niemand möchte oder sollte sich ernsthaft Gedanken darüber machen müssen, ob seine Kinder oder man selbst in der Nacht Sorge haben muss, von Ratten gebissen zu werden oder anderen Gefahren ausgesetzt zu sein. „Niemand“ impliziert allerdings auch Geflüchtete in Auffanglagern.

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