„Oh, ein Test? Gleich mal an allem ausprobieren, wofür er nicht gedacht ist!“… und sich dann wundern, wenn ein seltsames Ergebnis herauskommt.
Corona-Antigen-Tests haben die Funktion, mittels eines Nasen- oder Rachenabstrichs oder durch den Speichel Proteine des Coronavirus nachzuweisen. In einem Video möchte ein Mann mit blauem Kittel beweisen, dass dieser Test auch bei dem Energy-Drink Red Bull positiv anschlägt.
Doch leider zeigt er mit diesem Test nur, dass er keine Ahnung davon hat, wie so ein Test chemisch überhaupt funktioniert!

Der Mann träufelt erst mit einer Pipette ein wenig Red Bull auf den Test, bevor er dann ein wenig über den Test schüttet. Nach einigen Minuten erkennt man einen schwachen Strich bei dem C.
Seine Schlussfolgerung: Der Test zeigt, dass Red Bull Corona-Positiv ist.
Wie funktioniert so ein Test überhaupt?
Antigen-Tests sind weniger genau als PCR-Tests, dafür sind sie schneller und können in den meisten Fällen eine akute Infektion nachweisen, welche dann durch einen anschließenden PCR-Test verifiziert werden sollte.
Ein solcher Test erkennt Virusproteine und besteht aus vier Teilen:
Einem Probestäbchen, einer Pufferflüssigkeit, die Änderungen des pH-Wertes puffert, einem Röhrchen, in dem der Puffer platziert ist und durch das die Probe mit dem Puffer gemischt wird, und einem Detektionschip, in das die Probe/Puffer-Mischung hineinläuft.
Bereits in der Packungsbeilage ist übrigens angegeben, dass diese Tests nur zur Untersuchung der nasopharyngealen und/oder der oropharyngealen Sekretion beim Menschen vorgesehen ist, nicht für andere Körperflüssigkeiten – und erst recht nicht für Red Bull.
Warum schlägt der Antigen-Test positiv an?
In dem Antigen-Test befinden sich Antikörper in Form von Proteinen, welche denaturieren, wenn sie mit Proteinen aus der Hülle des Coronavirus zusammentreffen. Damit dies aber auch funktioniert, muss die chemische Umgebung stimmen: Der pH-Wert im Test und der pH-Wert in der Probe müssen annähernd gleich sein, die Puffermischung gleicht leichte Abweichungen aus.
Und da haben wir schon das Problem:
Der normale pH-Wert im menschlichen Speichel beträgt zwischen 6,5 und 7,2.
Der pH-Wert in Red Bull beträgt 3.49.
Je kleiner der pH-Wert, desto saurer ist eine Flüssigkeit.
Je größer der pH-Wert, desto basischer ist die Lösung.
Also einfach ausgedrückt: Der Säurewert von Red Bull ist viel zu hoch, um den Test noch aussagekräftig zu machen: Die für den Test zu starke Säure hat die Proteine schlicht und einfach zerstört – und deshalb zeigt der Test auch ein positives Ergebnis an!
Fazit
Die Proteine in dem Test reagieren nicht etwa auf Proteine aus der Hülle des Coronavirus, sondern auf den starken Säuregehalt von Red Bull, welche die Proteine denaturiert, was zu einem positiven Testergebnis führt.
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Weitere Quelle: maldita
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